"Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar." (Ingeborg Bachmann)

"Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar." (Ingeborg Bachmann)

 
 
Oskar Lafontaine spricht in Gladbeck

Unser Kandidat Ralf Michalowsky

 
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Jeden Mittwoch von 16 - 18 Uhr Sozialberatung durch einen erfahrenen Rechtsanwalt im:

MITTENDRIN, Büro der LINKEN
Lambertistr. 7, 45964 Gladbeck
(neben Cafe Creme)

 

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DIE LINKE. Mittendrin
Fraktions- und Parteibüro
Wahlkreisbüro von
Ralf Michalowsky MdL
Lambertistr. 7
45964 Gladbeck-Mitte
(Fussgängerzone neben Café Creme)
Tel. 0 20 43 - 3 78 22 42

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Dienstag: 9.30 Uhr - 12.30 Uhr
Mittwoch: 15.00 Uhr - 18.00 Uhr
Donnerstag: 9.30 Uhr - 12.30 Uhr
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Auf Landesebene hat es nicht gereicht; DIE LINKE hat den Wiedereinzug in den Landtag von NRW nicht geschafft und ist an der 5 % - Hürde gescheitert.

Aus drei Richtungen hatten wir Gegenwind. Die Führungsdiskussion auf der Bundesebene unsere Partei hat uns sehr geschadet. Das schlechte Ergebnis der Wahl in Schleswig-Holstein hatte negative Auswirkungen auf NRW - die Wählerinnen und Wähler hatte Zweifel daran, ob es sich angesichts schlechter Umfragewerte überhaupt lohnt, in NRW DIE LINKE zu wählen. Und nicht zuletzt haben wir Unmengen an Stimmen an eine neue Protestpartei verloren. 

Wir haben in Gladbeck kein tolles Ergebnis erzielt. 3,71 % der Wählerinnen und Wähler gaben uns ihre Zweitstimme. Die Gladbecker LINKEN erzielten damit jedoch ein deutlich besseres Ergebnis als im Land NRW mit 2,5 %.

Noch besser ist das Erststimmenergebnis mit 4,76 %.

Dafür danke ich Ihnen als Kandidat für die Landtagswahl auch im Namen des Stadtverbandes der LINKEN in Gladbeck. Wir werden uns jetzt auf die Kommunalpolitik konzentrieren, hier haben uns die Wählerinnen und Wähler beim Ratsbürgerentscheid mehr Vertrauen geschenkt.

Fest steht: Die Angriffe der Reichen und Mächtigen auf die Lohnabhängigen, Erwerbslosen und kleinen Selbständigen werden weitergehen, die Krise des Kapitalismus bleibt und die Kosten werden auf die Masse der Bevölkerung abgewälzt. So zwingt beispielsweise der "Stärkungs"pakt der alten und neuen SPD-GRÜNEN-Landesregierung den Kommunen weitere Kürzungen auf. Die LINKE wird sich an den Kämpfen gegen die fortgesetzte Umverteilung von unten nach oben weiter beteiligen - rechnet mit uns!

Ein großes DANKE an die 194.539 WählerInnen, die uns im ganzn Land ihre Zweitstimme gaben - auf euch kommt es bei den kommenden Kämpfen an! Und natürlich an dickes DANKE an alle GenossInnen und FreundInnen, die die letzten Wochen unermüdlich gekämpft haben!
Der Kampf geht weiter!

Ihr

Ralf Michalowsky

Ihre Stimme für DIE LINKE ist eine Stimme gegen die Hartz IV- und Bankenrettungsparteien

Das Wahlkampfteam der LINKEN mit Ralf Michalowsky, Landtagskandidat für Gladbeck und Dorsten, Von links: Philipp Euler, Rüdiger Jurkosek, Andreas Martin, Bernd Joermann, Margret Boskovski, Ralf Michalowsky, Benedikt Jung, Gaby Nilius, Wilhelm Zachraj, Duygu Söyler (Dösen), Herbert Böhler, Olaf Jung, Bösen Bö, Franz Kruse.
Das Wahlkampfteam der LINKEN mit Ralf Michalowsky, Landtagskandidat für Gladbeck und Dorsten
Von links: Philipp Euler, Rüdiger Jurkosek, Andreas Martin, Bernd Joermann, Margret Boskovski, Ralf Michalowsky, Benedikt Jung, Gaby Nilius, Wilhelm Zachraj, Duygu Söyler (Dösen), Herbert Böhler, Olaf Jung, Bösen Bö, Franz Kruse. Viele andere waren am Fototermin verhindert.

Das war für viele Mitglieder der LINKEN aus Gladbeck und Dorsten Stress pur! Die Gladbecker waren eh schon seit Mitte Dezember 2011 im Dauereinsatz gegen die Transitautobahn A52, dann kam noch die Auflösung des Landtags und die Neuwahl mit dem Landtagswahlkampf dazu.

Etwa 15.000 Briefkästen haben Mitglieder der LINKEN persönlich mit Wahlkampfmaterial versorgt. Mehrere hundert Wahlplakate wurden gehängt; oft mehrmals, weil sie gleich wieder beschädigt oder gestohlen wurden. Etwa 40 Pressemitteilungen wollen erst mal geschrieben sein! Mehrmals in der Woche gab es in Gladbeck und Dorsten Infostände, auch in den Stadtteilen. In Gladbeck gab es zwei Stadtspiegelbeilagen; auf jeweils vier Seiten informierten wir über die A52, Kommunal- und Landespolitik.

Zwei Ereignisse kann man als Wahlkampf-Highlights bezeichnen:

o Am 25. März stimmten die Gladbecker bei einem Ratsbürgerentscheid mit einer Mehrheit von 56 % gegen die Transitautobahn A52 durch Gladbeck und stimmten damit die rückwärtsgewandte Verkehrspolitik von SPD, CDU, Grünen und FDP in Grund und Boden. DIE LINKE war die einzige Partei im Rat der Stadt, die für den Ratsbürgerentscheid war und gleichzeitig für ein NEIN zur Transitautobahn gekämpft hat - mit Erfolg!

o Am 3. Mai war Oskar Lafontaine in Gladbeck und sprach auf einer Bühne vor unserem Parteibüro "Mittendrin" zu etwa 400 Zuhörern. Die erfolgreiche Veranstaltung läßt uns hoffen, dass viele Gladbecker am 13. Mai zur LINKEN stehen und uns ihre Stimmen geben.

Landtagskandidat Ralf Michalowsky:
"Die Hartz IV und Bankenrettungs - Parteien wären gerne im nächsten Landtag wieder unter sich. Ich bin überzeugt, diesen Gefallen dürfen wir ihnen nicht tun. DIE LINKE ist die einzige soziale Kraft in diesem Land und wir brauchen eine soziale Politik für NRW. Dafür kämpft DIE LINKE und deswegen muss sie in den nächsten Landtag von NRW. Damit wir die anderen beim Kürzen stören und Störfaktor bleiben, was wir bisher auch waren."

Wir wollen

o Kostenlosen KITA-Plätze für alle Kinder - sofort!

o Ein Sozialticket für ganz NRW für 15 Euro

o Die Millionärssteuer, damit die Reichen zur Kasse gebeten werden

o Höhere Löhne, denn von Arbeit muss man leben können

Dafür kämpfen wir in den Parlamenten!

DIE LINKE. Gladbeck: bei acht von neun Wahlen drittstärkste Partei

Die letzten Wahlergebnisse der LINKEN in Gladbeck

Landtagswahl 22.05.2005 als WASG = 4,3 %
(1.462 Stimmen) Wahlbeteiligung = 61,39 %

Bundestagswahl 2005 als Linkspartei/WASG
Erststimmen = 5,9 % / Zweitstimmen = 7,2 %
(3.144 Stimmen) Wahlbeteiligung = 78,2 %

Europawahl 07.06.2009 als DIE LINKE = 6,82 %
(1.491 Stimmen) Wahlbeteiligung = 39,5 %

Kommunalwahl 30.08.2009 als DIE LINKE = 6,52 %
(1.957 Stimmen) Wahlbeteiligung = 52,3 %

Kreistagswahl 30.08.2009 als DIE LINKE = 8,3 %
(2.457 Stimmen) Wahlbeteiligung = 52,3 %

Bürgermeisterwahl 30.08.2009 als DIE LINKE = 5,22 %
(1.578 Stimmen) Wahlbeteiligung = 52,4 %

Landratswahl 30.08.2009 als DIE LINKE = 8,1 %
(2.395 Stimmen) Wahlneteiligung = 52,3 %

Bundestagswahl 27.09.2009 als DIE LINKE
Erststimmen = 10,58 % / Zweitstimmen = 11,57 %
(4.425 Stimmen) Wahlbeteiligung = 69,1 %

Landtagswahl 09.05.2010 als DIE LINKE
Erststimmen = 8,14 % / Zweitstimmen = 7,15 %
(Erststimmen = 2.602)
(Zweitstimmen = 2.300) Wahlbeteiligung = 58,4 %

Außer bei der Europawahl in 2009 wurde DIE LINKE seit 2005 immer die drittstärkste Partei nach SPD und CDU.

4. Mai 2012

"Stärkungspakt" Stadtfinanzen:

SPD hält kommunale Giftlisten bis nach der Wahl zurück

Ralf Michalowsky - Landtagskandidat der LINKEN für Gladbeck und Dorsten
Ralf Michalowsky - Landtagskandidat der LINKEN für Gladbeck und Dorsten

Neben den 34 Kommunen, die zur Teilnahme am sog. "Stärkungspakt Stadtfinanzen" gezwungen werden, haben sich weitere 31 Gemeinden freiwillig zur Aufnahme in die 2. Stufe gemeldet.

Auch Gladbeck hat sich für die 2. Stufe des Stärkungspakts beworben. "Die Menschen hier werden nach der Landtagswahl ihr blaues Wunder erleben", prophezeit Ralf Michalowsky, Landtagskandidat der LINKEN in Gladbeck und Dorsten. "Dann werden die Kürzungs-Giftlisten zusammengebraut, die jetzt noch als unverbindliche Einzelvorschläge bezeichnet werden."

Es sei kein Zufall, dass der Stärkungspakt von SPD und Grünen ausgerechnet mit der FDP im Landtag verabschiedet wurde, denn er liege genau auf deren neoliberaler Linie. "Der Stärkungspakt ähnelt eher einem Pakt mit dem Teufel", so Michalowsky "für minimale Landesgelder muss sich Gladbeck zu Tode sparen."

Die Diskussion über die Schließung der Vogelinsel und die geplanten Kürzungen in der Grünpflege sind angesichts der zu erwartenden Streichorgie nicht einmal als schwacher Vorgeschmack zu betrachten.

"In Bergneustadt ist nun eine Kürzungs-Giftliste vorzeitig ans Tageslicht gekommen, die uns vorliegt", so der bisherige Landtagsangeordnete der LINKEN. "Das fängt an mit der Schließung von Freibad, Schwimmbad, Lehrschwimmbecken, Sporthallen und -plätzen an, geht über den Verkauf von Rathaus, Bibliothek, Feuerwehrhäuser, Schul- und Kita-Gebäuden, weiter zur Streichung von Zuschüssen für VHS und Musikschule, und hört beim Stellenabbau Betriebshof und Grünflächenamt sowie drastischen Erhöhungen von Steuern und Gebühren noch lange nicht auf." Die vollständige Umsetzung aller 48 Kürzungsvorschläge bringe für Bergneustadt 2,1 Millionen, geschlossen werden müsse aber eine Lücke von 7,9 Millionen, und aus dem Stärkungspakt gebe es nur 1,6 Mio.

"In unserer Nachbarstadt Dorsten", weiß Michalowsky zu berichten, "hatte man schon vor Jahren die öffentlichen Toiletten geschlossen, um Geld einzusparen. Dorsten hatte sich dem Projekt "Nette Toilette" angeschlossen. Sechs Gastwirte in der Innenstadt stellten ihre Toiletten auch Nicht-Gästen zur Verfügung und bekamen dafür insgesamt 3.500 Euro pro Jahr für den Reinigungsmehraufwand. Auch dieses Geld hat Dorsten nun gestrichen."

Ähnliches blühe auch Gladbeck. Die LINKE fordert deshalb den Ausstieg aus dem Stärkungspakt, bevor es zu spät sei. Michalowsky: "Bis einen Monat nach Erhalt des Bescheides von der Kommunalaufsicht ist ein Ausstieg aus dem Pakt noch möglich.

Noch kann Gladbeck NEIN sagen zur größten Sparorgie aller Zeiten auf dem Rücken der Menschen."

3. Mai 2012

Oskar war da und das schreibt die Presse

WAZ

Wahlkampf

Lafontaine wettert in Gladbeck

Gladbeck.Über 400 Gladbecker wollten am Donnerstagnachmittag „Oskar“ hören: 45 Minuten sprach Oskar Lafontaine, die Ikone der Linken, auf der Lambertistraße zu Anhängern, Politikinteressierten und Passanten.

Pünktlich um 15.45 Uhr war Lafontaine, gerade wieder in den Saarländischen Landtag eingezogen und zum Fraktionschef gekürt, mit einer Berliner Limousine vorgefahren, um den örtlichen Wahlkämpfer der Linken, Ralf Michalowsky, zu unterstützen.

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Foto: Peter Braczko


Stadtspiegel

Hitziger Lafontaine zum Wahlkampf in Gladbeck

Kampflustig stürmte Oskar Lafontaine, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Saarland, die 4x5 Meter kleine Bühne bei der Kundgebung seiner Partei auf der Lambertistraße und schoss gleich scharf in alle Richtungen.

Von einer "Diktatur der Finanzmärkte" und "faulen Finanzjongleuren, die auf Kosten der Arbeitnehmer leben" war die Rede. Doch auf seine alte Heimat, die SPD, hatte "Lafo" es besonders abgesehen. Ein von den LINKEN geforderter gesetzlicher Mindestlohn sei von der Großen Koalition abgelehnt worden. Doch DIE LINKE werde sich auch in Zukunft für soziale Gerechtigkeit einsetzen, was zu vereinzelten Beifallsbekundungen im Publikum führte. Knapp 200 Gladbecker wollten den prominenten Auftritt nicht verpassen.

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Solidarpakt III für alle notleidenden Kommunen

Ohrfeige des NRW-Verfassungsgerichtshofs für Regierungen Rüttgers und Kraft

Katharina Schwabedissen - Spitzenkandidatin für DIE LINKE. NRW zur Landtagswahl
Katharina Schwabedissen - Spitzenkandidatin für DIE LINKE. NRW zur Landtagswahl

In die Diskussion um die Einheitslasten fordert DIE LINKE, den bestehenden Solidarpakt II auf den Westen auszuweiten und ab 2019 einen Solidarpakt III zugunsten aller finanzschwachen Regionen und Kommunen in Ost und West aufzulegen. Zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben brauchen wir dringend die Millionär- und Vermögensteuer.

Hierzu erklärt Katharina Schwabedissen, Spitzenkandidatin DIE LINKE. NRW:

„In allen Bundesländern gibt es finanzschwache Kommunen. Deshalb fordert DIE LINKE im Wahlprogramm die Ausweitung des Solidarpakts II auch auf bedürftige Regionen in den alten Bundesländern. Wir halten nichts davon, einen Ost-West Konflikt aufzumachen und die Städte und Regionen gegeneinander auszuspielen. Deutschland braucht ab 2019 einen Solidarpakt III. Das Verfassungsziel der gleichwertigen Lebensverhältnis ist für DIE LINKE nicht verhandelbar.“

Zur Finanzierung will DIE LINKE die Besteuerung auf große Vermögen wieder einführen. „Verantwortungslos“ nannte Schwabedissen die Weigerung der Regierung Kraft, im Bundesrat zusammen mit der LINKEN die Vermögensteuer wieder einzuführen. Schwabedissen weiter: „Im Jahr 2011 fehlen unseren Kommunen in NRW über 1,7 Milliarden Euro durch die Steuergeschenke an Reiche und Konzerne der Regierungen Schröder und Merkel. Damit muss endlich Schluss sein.“

Schwabedissen sieht in den gestrigen Verlautbarungen des Verfassungsgerichtshofs zur Verfassungsbeschwerde der 91 NRW-Kommunen nicht nur eine Ohrfeige für die schwarzgelbe Rüttgers-Regierung, sondern auch für die SPD/Grüne Landeregierung:

„Die Regierung Kraft hatte es in der Hand, die Berechnungsmethode bei den Einheitslasten zu ändern. Die Mehrheit im Landtag dafür wäre mit uns da gewesen. Sie hat es aber vorgezogen, das Gerichtsverfahren auszusitzen.“

22. April 2012

A52 aus dem Bundesverkehrswegeplan schubsen

Ralf Michalowsky Landtagskandidat für Gladbeck/Bottrop
Ralf Michalowsky

Der Bundesverkehrswegeplan VWP wird 2015 neu beschlossen. Im derzeitigen Entwurf ist die A52 noch im vordringlichen Bedarf.

Der Landtagskandidat der LINKEN, Ralf Michalowsky, dazu: "Der Gladbecker Ratsbürgerentscheid darf nicht folgenlos bleiben. Neben einschränkenden Maßnahmen gegen den immer weiter zunehmenden LKW-Verkehr, wie Mautgebühr, Umweltzone und Feinstaubmeßstation, muß auch grundlegend etwas getan werden um die Transitautobahn langfristig zu verhindern. Dazu gehört in erster Linie die Streichung der A52 aus dem vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans."

DIE LINKE tritt dafür ein, die A52 nicht mehr in den Bedarf des Verkehrswegeplans aufzunehmen, damit spätestens ab 2015 kein Spielraum für die Umkehrung des Gladbecker Ratsbürgerentscheids mehr bleibt.

Michalowsky: "Sobald sich der nächste Landtag konstituiert hat, werden wir die Landesregierung auffordern, den Gladbecker Bürgerentscheid umzusetzen und die notwendigen Schritte zur langfristigen Verhinderung der A52 einzuleiten."

2. April 2012

Jetzt erst aufgetaucht, das PPP-Modell "Masterplan Stadtallee"

Hier klicken und Downloaden - 8,5 MB

 

Liebe Gladbeckerinnen und Gladbecker,

DIE LINKE sagte DANKE für Ihre Beteiligung am Ratsbürgerentscheid über die Transitautobahn A52 durch Gladbeck. Bei 40 % lag die Wahlbeteiligung und 56 % der WählerInnen haben NEIN zum Tunnel, zur A52 durch Gladbeck und zum Autobahnkreuz gesagt.
Eine gute Entscheidung findet DIE LINKE. Gladbeck. Vor allem gut für Sie und Ihre Gesundheit.

In den letzten drei Monaten haben wir immer wieder über die Trickserei des Bürgermeisters und der Parteien (SPD, CDU, FDP und Grünen) geklagt, die die Autobahn mit aller Macht durchsetzen wollten und dabei eine Informationspolitik betrieben haben, die äußerst grenzwertig war.

Das ganze Ausmaß kommt aber erst jetzt, nach der Abstimmung auf den Tisch. In diesen Tagen erst wurde der „Masterplan Stadtallee“ veröffentlicht. Er stammt vom 9. März 2012, war also schon 14 Tage vor der Abstimmung fertig. Sie finden ihn hier auf unserer Website zum Download.

Der Bürgermeister wollte offensichtlich Gladbeck verkaufen; die Partner: Stadt Gladbeck - ThyssenKrupp Real Estate - E.ON AG Immobilien/Montan wollten mit einem PPP-Modell die Flächen neben der Tunnelstrecke vermarkten. PPP-Projekte sind der Ausverkauf von Gemeineigentum, wir Steuerzahler hätten über Jahrzehnte für das Lieblingsprojekt des Bürgermeisters, eine Transitautobahn durch Gladbeck, bluten müssen.

Ohne es zu wissen, haben Sie mitgeholfen, diese neoliberale Politik zu stoppen. DANKE!

25. März 2012

Danke, liebe Gladbeckerinnen und Gladbecker!

10.255 Ja zu 12.991 Nein

Ralf Michalowsky, bisher MdL
Ralf Michalowsky, bisher MdL

Liebe Gladbeckerinnen und Gladbecker,

die Tansitautobahn durch Gladbeck ist tot und das ist gut so!

Sie haben heute gezeigt, dass Sie sich kein x für ein u vormachen lassen. Sie haben gezeigt, dass Sie aufpassen und sich nicht von der geballten Macht der Stadtverwaltung, dem Bürgermeister, von SPD, CDU, Grünen, FDP und der BIG über den Leisten ziehen lassen.

10.255 Ja-Stimme zu 12.991 Nein-Stimmen sind ein grandioses Ergebnis für eine bessere Verkehrspolitik und gegen Beton und mehr Verkehr.

Ein altes Sprichwort sagt: "Der Sieg hat viele Väter!"

Es stimmt diesmal ganz besonders! Gesiegt haben alle Gladbeckerinnen und Gladbecker.

DIE LINKE hat diesen Kampf von Anfang an unterstützt; immer wieder ist es uns gelungen, verborgen gehaltene Gutachten ans Licht der Öffentlchkeit zu transportieren und mit Zahlen zu beweisen, dass man uns verschauckeln wollte. Allen Anfeindungen zu Trotz haben wir mit Ihnen zusammen die Sache zu einem für die Bevölkerung guten Ende geführt.

Wir danken Ihnen und sind stolz auf die Menschen in dieser Stadt.

Ihr

Ralf Michalowsky

bisher Mitglied des Landtags von NRW

24. Februar 2012

Dieses Bild wurde erst im Februar veröffentlicht

Blick von der Außengastronomie am Wasserschloss Wittringen auf den Überflieger am künftigen Autobahnkreuz.
Blick von der Außengastronomie am Wasserschloss Wittringen auf den Überflieger am künftigen Autobahnkreuz.

Heute kam die Stadt Gladbeck der Forderung der Gladbecker LINKEN und der Bürgerinitiativen gegen den Bau der Transitautobahn durch Gladbeck nach.

Einige, z.T. der Bevölkerung bisher unbekannte Gutachten, wurden veröffentlicht.

Interessant ist dieses hier:
http://www.infos-gladbeck.de/01-Internet/Gutachten/Endbericht-AK-A2_A52.pdf

Es handelt sich um ein Gutachten aus dem Jahre 2009, das auf Seite 7 die oben gezeigte Fotomontage beinhaltet.

"Autobahnknotenpunkt A2 I A52
Entwicklung eines Alternativkonzepts"
Dezember 2009
Prof. Dr.-Ing. Martin R. Lühder
Hochschullehrer an der Fachhochschule Münster
Fachbereich Bauingenieurwesen / Verkehrswesen

Der Mann ist inzwischen ein von der Stadt bezahlter Gutachter, der auch bei den Infoveranstaltungen der Stadtverwaltung für die Autobahn kämpft.

Den Überflieger könne man ja blau beleuchten, schlug er in einer öffentlichen Veranstaltung vor.

Die Außengastronomie des Wasserschlosses Wittringen wird dann in den Abendstunden wohl überfüllt sein. Fragt sich nur, was die Tagesgäste von dem Schauspiel halten.

Übrigens: Das allseits bekannte Kamener Kreuz ist für 160.000 Fahrzeugbewegungen ausgelegt. Das Gladbecker Autobahnkreuz soll künftig 155.000 Fahrzeuge verkraften.

"Tunnel" kann Gladbeck gar nicht!

Der Goetheplatztunnel

Hier stellen wir vier Gladbecker Tunnel vor, von denen Sie mindestens drei gut kennen und "schätzen". Die drei Gladbecker Innenstadttunnel sind Angsträume, die jeder meidet, so gut es geht.

 

Zunächst haben wir da den Tunnel, der den Goetheplatz mit der Humboldtstrasse verbindet.
Zunächst haben wir da den Tunnel, der den Goetheplatz mit der Humboldtstrasse verbindet.

Der "Goetheplatztunnel" ist so ziemlich das größte Pissoir Gladbecks. Wer dort her muss, erleidet einen Angriff auf seine Geruchsnerven. Hat man es trotzdem geschafft, steht man vor einer seit vielen Jahren stillgelegten Rolltreppe. Die FDP hatte mal die Schnapsidee, dort eine Disco einzurichten.

Seit vielen Jahren gibt es Initiativen zur Aufwertung des Bereichs, aber keine Umsetzung.


Der Schürenkamptunnel

Der Tunnel unterquert die Grabenstrasse, die Bahnlinie (Ost-Buer) und die Ringeldorferstrasse. Zwischendurch mehrmals geöffnet, handelt es sich eigentlich um drei Tunnel. Der Bereich ist äußerst unübersichtlich und verwinkelt. Deshalb gibt es auch oberhalb Trampelpfade über die Gleise. In letzter Zeit hört man nichts mehr von Überfällen im Tunnel, das war aber mal anders. 

Der Schürenkamptunnel in Richtung Osten
Der Schürenkamptunnel in Richtung Osten

Der Tunnel unter dem ehemaligen Bahnübergang zum Bahnhof-Ost

 

Tunnel vom Oberhof zur Buerschestrasse
Tunnel vom Oberhof zur Buerschestrasse

Der längste Gladbecker Tunnel soll durch den Transitautobahntunnel der A52 seine "Spitzenstellung" verlieren. Durch den Wegfall des Bahnübergangs zum Bahnhof-Ost wurde dieser Weg erforderlich - will man nicht den weiteren Weg über die "Asienbrücke" nehmen.
Der Tunnel ist seit seinem Bau unbeliebt. Es ist ein Angstraum und das Versprechen, oberhalb den Bahnhof anzulegen und aus dem Tunnel Treppenverbindungen zu schaffen, wird seit Jahrzehnten geschoben.


Der verschüttete Tunnel an der Zeche Zweckel

Von der Frentroper Str. bis zur Arenbergstrasse führte früher ein Fußgängertunnel unter dem Gelände der Zeche Zweckel und dem heutigen Areal der Phenolchemie druch. Die Bergleute der Zeche Zweckel konnten so schneller an ihren Arbeitsplatz gelangen. Am anderen Ende, auf der Arenbergstrasse, hielt auch eine Straßenbahn.

Zugemauerter Tunneleingang in Zweckel an der Maschinenhalle
Zugemauerter Tunneleingang in Zweckel an der Maschinenhalle
21. Februar 2012

Schon wieder „geheime Info“ bei der Stadt

Landesregierung stellt die Stadt Gladbeck bloß

Meistgebrauchter Stempel in der Stadtverwaltung Gladbeck
Meistgebrauchter Stempel in der Stadtverwaltung Gladbeck

Die skandalöse Informationspolitik der Stadt Gladbeck zur A52 nimmt kein Ende. Nun hat die Landesregierung darüber informiert, dass es entgegen den Behauptungen der Stadt doch Pläne für den Tunnel gibt. Demnach existiert eine Vorplanung, die auch Aussagen über Geologie, die Grundwassersituation und über die Altlastensituation macht. (Das Schreiben der Landesregierung „Antwort auf die kleine Anfrage 1440 zum Ausbau der A52“ des Abgeordneten Ralf Michalowsky, fügen wir als Anlage bei. Es enthält die Fragen und die Antworten, Siehe Punkte 1. und 4.) Im Januar noch hatte Bürgermeister Ulrich Roland in einer schriftlichen Antwort an Ratsherrn Franz Kruse behauptet, diese Unterlagen würde es nicht geben, obwohl genau danach gefragt war. (Anschreiben mit Fragen und Antwort ebenfalls als Anlagen)

Auch die restlichen Antworten der Landesregierung bieten viel Zündstoff:
Aus Punkt 3 der Antwort geht hervor, dass die zugesagten Finanzmittel für den Tunnel derzeit nicht gesichert sind, sondern erst noch „zu gegebenem Zeitpunkt“ bereit gestellt werden müssen. Das hat sich bisher in allen Äußerungen der Stadt anders angehört. Wenn also die Landesregierung bis zum Tunnelbau ab 2019 abgelöst wird, kann alles wieder offen sein.

Nicht befriedigend beantworten konnte die Landesregierung auch die kritische Frage nach der bevorstehenden Überschuldung der Stadt Gladbeck, die dann noch 2 Millionen Eigenanteil für den Tunnel leisten soll. Die Landesregierung „geht davon aus“ dass die Stadt Gladbeck über Jahre gestreckt 2 Millionen aufbringen kann. Kein Wort verliert die Landesregierung darüber, dass eine überschuldete Kommune den Eigenanteil gar nicht leisten darf, es ist ihr schlicht verboten. In diesem Zusammenhang bekommen auch die Worte des Herrn Heinze vom Landesministerium, die zwei Millionen könne man ja schon fast privat finanzieren, einen ganz anderen Klang. Die Gladbecker sollten schon mal anfangen zu sparen.

Das Gladbecker Schauspiel zum Bau der A52 gleitet derzeit von einer Groteske in einen Krimi. Lüge, Täuschung und Betrug reichen sich die Hand. Schlimmer geht es kaum noch.

Der Bürgermeister wäre gut beraten, wenn er endlich von seiner Infoblockade abkehren und alle bisher geheim gehaltenen Informationen im Info-Point der Stadtverwaltung allen Bürgern zur Verfügung stellen würde.

Kleine Landtagsanfrage mit Antwort

Brief an den Bürgermeister

Antwort des Bürgermeisters


4. Februar 2012

Aus einem aktuellen Gutachten von Straßen.NRW

Von wegen "Stadtallee" und "Sportallee"

Gutachten downloaden und ab Seite 18 lesen

Die Verbindungsstraße zwischen der Schützenstraße und der Grabenstraße, die mit bis zu 15.200 Kfz/24h (auf dem östlichen Abschnitt) belastet ist, wäre auch in der Lage, zusätzliche Verkehre aufzunehmen, wenn entsprechende innerstädtische verkehrliche Maßnahmen (z.B. zur Entlastung der Wilhelmstraße) ergriffen werden.

Die Verbindung zwischen der Schützenstraße und der Phönixstraße östlich parallel zur A52 sorgt dafür, dass die Anbindung des Stadtteils Brauck an das Zentrum erhalten bleibt, die Verbindung ist mit ca. 5.000 Kfz/24h belegt.Das Anschlussstellenkonzept der A52 bewirkt auch, dass der Streckenzug der Beisenstraße mit der Anbindung an die AS Gladbeck-Ellinghorst wie auch der Streckenzug Sandstraße (L 615) im Norden von Gladbeck Gladbeck entlastet werden.

Südlich der A2 führt die Verbindung zwischen Europastraße und Horster Straße mit Anbindungen der Kösheide und der Straße „Im Gewerbepark“ dazu, dass die Erschließungsdefizite, die durch den Wegfall der direkten Anbindung von Straßburger Straße und „Im Gewerbepark“ bedingt sind, weitgehend ausgeglichen werden.

Die Nord-Süd-Achse parallel zur A52 ist im Norden mit 7.100 und im Süden mit bis zu 13.600 Kfz/24h belastet.

Das Gutachten können Sie selbst hier downloaden12 MB, es dauert etwas.

 

Jetzt wird es peinlich!

Gutachten wird unterdrückt!

Für die Ratssitzung am 02.02.2012 hat DIE LINKE einen Tagesordnungspunkt beantragt, unter dem der Rat beschliessen möge, dass endlich das Gutachten des renommierten Planungsbüros IVV mit den Gladbecker Verkehrsprognosen im Zusammenhang mit der A52 veröffentlicht wird.

Darüber hinaus bittet die Ratsfraktion DIE LINKE. Gladbeck im Antrag den Bürgermeister, einen Bericht über alle seit Anfang 2011 erarbeiteten Planungsunterlagen zum Bau der Autobahn 52 abzugeben. (Antrag im Anhang)

Nun versucht die Mehrheitskoalition aus SPD/Grüne mit Scheinargumenten, dieses Thema im Rat zu verhindern. Insbesondere falsch ist ihre Behauptung, DIE LINKE hätte bereits  „umfassend“ in das Gutachten Einsicht genommen. Tatsächlich hatte unsere Ratsfraktion, um überhaupt an Informationen zu kommen, eine Einsicht beantragen müssen. Genehmigt wurde dann, dass eine Person in das Gutachten Einsicht nehmen darf, was dann ca. 1,5 Stunden gedauert hat. So sieht in Gladbeck die umfassende Informationsmöglichkeit aus, welche den Ratsfraktionen geboten wird!

Wer, wie Bürgermeister Roland, „den Bürgerinnen und Bürgern umfassende und transparente Information verbindlich zusagt“, muss sich schon fragen lassen, wieso er nicht schon lange für die Veröffentlichung aller vorliegenden Fakten gesorgt hat und warum es dazu erst eines Antrages im Stadtrat bedarf. Sogar diesen Antrag will nun seine Mehrheitskoalition verhindern. Das Verhalten des Bürgermeisters in diesem Streit wird zeigen, wie seriös sein Versprechen der umfassenden Transparenz war und wie ernst die Informationsveranstaltungen der ihm unterstellten Verwaltung genommen werden können.

Es geht der LINKEN nicht, wie von SPD/Grüne fälschlich behauptet, um eine „Diskussion im Rat“, sondern darum, endlich die vorliegenden objektiven Informationen in die Öffentlichkeit transportieren zu können. Dazu braucht es jedoch die Unterlagen, die seit langer Zeit geheim gehalten werden. Wieso sollen die Bürger die Fakten nicht erfahren, bevor sie über die Autobahn abstimmen? Die Mehrheitskoalition von SPD/Grüne glaubt offenbar, einen alleinigen Anspruch auf Herrschaftswissen zu haben. Damit hat sie jedoch das Wesen eines demokratischen Systems nicht verstanden.

Antrag§7Verkehrsgutachten Feb2012.pdf
FAX von SPD und Grünen wegen IVV-Gutachten.pdf

 

DIE LINKE. Gladbeck informiert

Ratsbürgerentscheid zur A 52 - Demokratie zum Mitmachen

Der Bau der A52 ist das größte Bauprojekt, das es jemals in Gladbeck gegeben hat. Für mehr als 200 Millionen Euro soll eine Autobahn durch das Stadtgebiet gebaut werden. Sie durchschneidet Gladbeck entlang der Stadteile Ost, Mitte, Butendorf, Ellinghorst und Brauck. Etwa 30.000 Bürger sind mittelbar oder unmittelbar betroffen. Auf dieser neuen Autobahn soll nicht nur der bisherige Verkehr flüssiger verlaufen, sondern es wird eine deutliche Erhöhung des Verkehrsaufkommens prognostiziert.
 
Die Bevölkerung der Stadt Gladbeck soll jetzt entscheiden, ob sich die Stadt an einem Tunnel, zwischen Grabenstraße und Phönixstraße im Zuge dieser Autobahn, mit zwei Millionen Euro beteiligen soll. Diese Abstimmung soll zugleich über die Fortführung oder den Abbruch der Autobahnpläne entscheiden.
 
Wir laden alle interessierten und informationshungrigen Bürger zu unserer Informationsveranstaltung mit Möglichkeit zur Diskussion am Donnerstag, den 26.01.2012 um 19:00 Uhr ins Mittendrin, Lambertistraße 7 ein.
 
DIE LINKE informiert, wie gewohnt gut unterrichtet, über den Stand der Planungen zum Autobahnbau. Zudem informieren wir auch über die Belange des Immissionsschutzes.

Autobahnkreuz: NO GO AREA Wittringen?

Autobahnkreuz Essen/Gladbeck  Quelle: www.cdu-gladbeck.de
Autobahnkreuz Essen/Gladbeck Quelle: www.cdu-gladbeck.de

Große Flächen des Stadtgebietes werden nach dem Bau des Autobahnkreuzes nicht mehr zugänglich sein. Der historische Hof Pelkum (im Bild unten gelb eingezeichnet) muss dem Autobahnbau weichen. Die Fahrbahnen dieses Autobahnknotens werden in drei Ebenen auf 25 Meter Höhe übereinander gestapelt. 

Zählen Sie selbst: und vergleichen das Ergebnis mit dem Status-Quo!

Entlang der Line A bekommt die A52 15 Fahrspuren, entlang der Line B auf der A2 sind es sogar 18 Fahrspuren. Der Überflieger zieht sich von oben links nach unten rechts über A2 und A52.

Autobahngegner machen mobil

Ralf Michalowsky - MdL
Ralf Michalowsky - MdL

Am Samstag, 14. Jan. informierte der Landtagsabgeordnete der LINKEN, Ralf Michalowsky, von 11 bis 13 Uhr in einer Sprechstunde im Pateibüro der LINKEN, Mittendrin, über die Argumente der Gegner der Transitautobahn durch Gladbeck.

Michalowsky, der sich seit 12 Jahren mit der Autobahnplanung A52 beschäftigt, ist ein vehementer Gegner dieser Autobahn, die durch das gesamte Ruhrgebiet führen soll.

Schon wenige Minuten vor Beginn standen die ersten Interessenten vor der Tür um sich jenseits der bürgermeisterlichen Schönfärberei über die fundamentalen Nachteile der Transitautobahn durch Gladbeck zu informieren.

 

Transparenz läßt sich nicht "untertunneln"

Ralf Michalowsky - MdL
Ralf Michalowsky - MdL

Der geplante Neubau der Autobahn A 52 durch die Gladbecker Innenstadt stößt auf entschiedene Ablehnung der LINKEN in Stadt und Land. Die im Dezember vom Bund, Land und der Stadt Gladbeck vorgestellte Lösung sieht im Innenstadtbereich eine Tunnelführung vor, an der sich die Stadt mit über 2 Millionen Euro beteiligen soll. Über diesen Eigenanteil der Stadt soll in einem Ratsbürgerentscheid entschieden werden. Die Ratsfraktion DIE LINKE. Gladbeck hat einen eigenen Beschlussvorschlag eingebracht, der darauf abzielte die Fragestellung des Bürgerentscheides so zu ändern, dass deutlich wird, dass der Tunnel ein Teil des Baus der Autobahn 52 ist. Hierzu der Fraktionsvorsitzende Olaf Jung: „Nach langer Diskussion, auch schon im Vorfeld der Ratssitzung, konnten wir uns mit unserer Meinung, dass der Autobahnbau in der Fragestellung zum Ratsbürgerentscheid nicht außen vor bleiben kann, in einem Kompromiss durchsetzen. So wurde unsere Auffassung von Transparenz zum Schluss doch bestätigt und der Bau Autobahn 52 wird in der Fragestellung des Ratsbürgerentscheid nicht mehr verschwiegen.“

Bärbel Beuermann, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Im Landtag NRW ergänzt: „Links wirkt. Die Gladbecker Kommunalpolitik hat aus den Protesten um Stuttgart 21 gelernt und wird den Autobahnbau beim Ratsbürgerentscheid nicht verheimlichen. Die LINKEN in Stadt und Land werden das Votum der Bürger respektieren und das Geschehen um die Autobahn 52 in gewohnt kritischer Weise begleiten, das ist für uns angewandte Demokratie.“ Beuermann, die auch verkehrspolitische Sprecher ihrer Fraktion ist, wandte sich mit einer Anfrage an Verkehrsminister Voigtsberger, um zu erfahren, ob die angekündigten Landesmittel in Höhe von 10 Millionen, wirklich gesichert sind. Beuermann weiter: „Bei diesem Vorgehen der Stadt Gladbeck im Ratsbürgerentscheid sollte aber bedacht werden, dass der Autobahnbau auch Auswirkungen auf die benachbarten Städte hat. So wird es in Gelsenkirchen und Bottrop deutlich mehr Verkehr auf der A52 geben.“

Wolfgang Freye, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im RVR ergänzt: „In Essen würde der hochbelastete Stadtnorden von noch mehr Verkehr überflutet. Die Essener Politik wäre gut beraten schon jetzt die möglichen Auswirkungen auf den Straßenverkehr untersuchen zu lassen.“

Der Gladbecker Landtagsabgeordnete der LINKEN, Ralf Michalowsky bemängelte den Abstimmungsbogen schon im Vorfeld: „Meine Kritik, dass hier wie in Präsidentenmanier nur die halbe Wahrheit offenbart wird und der Autobahn-Neubau verschwiegen werden sollte, wurde gehört. Bürgermeister und Stadtrat haben eingelenkt und der Autobahnbau wird jetzt in der Fragestellung nicht mehr verschleiert. “

12. Januar 2012

Ratsmehrheit lenkt ein

Jetzt mit "A52" und "Autobahn" in der Fragestellung

Hier der heute beschlossene Fragetext: „Soll sich die Stadt Gladbeck an der Finanzierung eines ca. 1,5 km langen Tunnels zwischen Phönixstraße und Graben-/Landstraße im Zuge des geplanten Baus der Autobahn A 52 mit rund 2 Mio Euro beteiligen, wenn die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden?“

Hier der ursprüngliche Frageentwurf der Stadtverwaltung: "Soll sich die Stadt Gladbeck an der Finanzierung eines ca. 1,5 km langen Tunnels zwischen Phönixstraße und Graben-/Landstraße mit rund 2 Millionen Euro beteiligen, wenn die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden?"

In der heutigen Ratssitzung (12.01.2012) zeigte sich die Ratsmehrheit einsichtig. Sowohl das Kürzel A52, als auch das Wort Autobahn kommen jetzt in der Abstimmungsfrage vor.

Und das ist eben keine Wortklauberei, denn das negativ besetzt Wort "Autobahn" hatten die politischen Durchstecher in der Stadtspitze bewußt außen vor gelassen.

Ein Erfolg der Linksfraktion im Rat der Stadt Gladbeck, die die Änderung des Abstimmungstextes beantragt hatte.

Leider gab es keine Mehrheit für die Verschiebung des Abstimmungstermins, es bleibt nun beim 25. März 2012 - wenn nicht noch Gerichte sprechen.

1. Januar 2012

A52: Viele Informationen fehlen noch

Franz Kruse

Wegen des beabsichtigten Ratsbürgerentscheides zum Bau der A52 in Gladbeck hat das LINKE Ratsmitglied Franz Kruse ein Schreiben an Bürgermeister Roland gerichtet. Darin bittet er den Bürgermeister darum, zuerst einmal grundlegende Unterlagen zum  Autobahnbau zu beschaffen. Dadurch könnten die Gladbecker Bürger rechtzeitig vor dem Abstimmungstermin erfahren, über welch ein Projekt sie überhaupt abstimmen sollen. Derzeit gibt es zum Tunnel nämlich noch nichts außer heißer Luft.

Hier geht es zum Schreiben an den Bürgermeister

Als Bürger dieser Stadt hat Franz Kruse unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz Einblick in die derzeit vorhandenen Akten zu den neuen Entwicklungen bei der A52 verlangt ( Geschlossene Vereinbarungen, Finanzierungsvorschläge, evtl. vorhandene Konzeptbilder oder dergleichen, etc. soweit es das überhaupt gibt). Jeder Bürger hat das Recht, bei der Verwaltung Einblick zu verlangen. Es reicht, dieses Verlangen mündlich bei der Stadtverwaltung unter Tel. 02043 99-2616 beim Leiter des Bürgermeisterbüros zu äußern. 

 

20. Dezember 2011

Planungen zur A52 vorgestellt

(c) Iwan Gabovitch/flickr.com (CC BY 2.0)

Am 11.10 stellte die Linke den Antrag, die Gladbecker „Forderungen“ zur A52 nachdrücklich zu bestätigen. Völlig zu Recht, wie sich jetzt zeigte, denn CDU, SPD und Grüne haben sie jetzt fallen gelassen, obwohl sie sich seit Jahren immer öffentlich auf die "Forderungen" beriefen. Das erklärt auch, warum sie das Thema am 11. Oktober partout nicht haben behandeln wollen und es mit ihrer Mehrheit einfach abgesetzt haben. „Die Forderungen der Stadt stehen ohne Wenn und Aber“, haben sie erklärt, „Ein neuer Beschluss ist völlig überflüssig". Jetzt sind sie plötzlich doch von den meisten Forderungen abgerückt. Offenbar haben sie die Gladbecker Bevölkerung seit Jahren verarscht. weiterlesen

11. Oktober 2011

Linke Ratsfraktion stellt alternativen Beschlussantrag zum B224-Ausbau

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Gladbeck stellt einen alternativen Beschlussantrag zum geplanten Ausbau der B224 zur A52.

Auszug aus der Begründung:

Ein Neubau der A52 würde für Gladbeck praktisch keinen Nutzen bringen, sondern würde bei dem bisher von Straßen.NRW präsentierten mangelhaften Ausbaustandard zu einer unzumutbaren, nachhaltigen Belastung für unsere Stadt und ihre Bürger werden.

Klicken Sie hier, um den Antrag im pdf-Format herunter zu laden.

5. Juni 2011

A 52, Forderungen des Rates von Mai 2009: Bilanz nach 2 Jahren

Franz Kruse

Im Mai 2009 hat der Rat der Stadt Gladbeck Forderungen formuliert, die aus Sicht der Stadt Gladbeck beim Bau der A52 umgesetzt werden müssen. Gleichzeitig hat der Stadtrat dem Bürgermeister den Auftrag erteilt, mit Bund und Land Verhandlungen über die Forderungen der Stadt Gladbeck zu führen. Nun, in einem Abstand von 2 Jahren, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen.

Alle Verhandlungen der letzten 2 Jahre, über deren Verlauf ja durchaus positive Berichte die Öffentlichkeit erreichten, haben offenbar zu keinerlei Handlungskonsequenzen bei Bund oder Land geführt. Es wurde zwischenzeitlich über positive mündliche Aussagen von Staatssekretären oder Ministern berichtet, aber es gibt keinerlei offizielle Zusage. Rechtssicherheit für die Versprechungen gibt es keine. Das ist leider die Antwort des Bürgermeisters auf eine schriftliche Anfrage.

Doch mündliche Zusagen sind völlig ungenügend. Die bekamen wir auch von verschiedenen Verkehrsministern, die hießen seinerzeit im Bund Stolpe, im Land Clement und später Horstmann. An die erinnert man sich kaum noch und an deren „Zusagen“ schon gar nicht.

Als Verhandlungserfolg könnte man vorzeigbare Änderungen in den offiziellen Planungsunterlagen gelten lassen und es müsste die Zusage für zusätzliche 150 Mill. € für den Tunnel und das bessere Autobahnkreuz schriftlich vorliegen. Aber es gibt nichts dergleichen. Nach 2 Jahren Verhandlungen gibt es –ein offizielles Nichts. Gespräche mit Vertretern des Landes und des Bundes haben dort zwar angeblich zu Verständnis geführt, aber zu keinerlei messbarem Erfolg.

Es sieht so aus, als wenn die Stadt Gladbeck von Bund und Land seit 2 Jahren hingehalten wird, um im Schatten von Scheinverhandlungen diejenigen Pläne weiter zu führen, die in Gladbeck niemand haben will. So war auch das Vorgehen bei den A52-Planungen für Essen. Für Gladbeck machte das Land bis heute keine Pläne für einen Tunnel, Tunnelpläne gibt es nur in den Köpfen einiger Gladbecker. Auch dass irgend jemand die dafür zusätzlich nötigen gut 100 Mill. € aufbringen will, ist im Zuge der Finanzkrise überhaupt nicht in Sicht.
Wer soll nun noch an die Durchsetzung der Gladbecker Forderungen glauben? Wenn es nach 2 Jahren immer noch keine rechtsverbindlichen Zusagen gibt, wird es wohl auch künftig keine geben.

Anfrage an den Bürgermeister als PDF-Datei

Antwort des Bürgermeisters als PDF-Datei