Zweites Staatsfernsehen: Abschiedslied für F. J. Jung
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3. Juli 2010

Geschlossen unterstützten die Wahlfrauen und -männer der LINKEN aus NRW die Kandidatin Luc Jochimsen bei der Wahl des Bundespräsidenten in Berlin. Wolfgang Zimmermann, Landessprecher der Partei DIE LINKE: "Luc Jochimsen vertritt in der Friedenspolitik und in der Sozialpolitik Positionen, die von der breiten Mehrheit der Bevölkerung geteilt werden. Wulf und Gauck hingegen stehen für Kriegspolitik und Sozialabbau. Deshalb war keiner von beiden für uns im dritten Wahlgang wählbar."
Auch Ralf Michalowsky, der MdL der LINKEN in Gladbeck und Dorsten, als Wahlmann der LINKEN am 30. Juni in Berlin bei der Bundespräsidentenwahl dabei.
13. Juni 2010

Ralf Michalowsky, MdL der Partei DIE LINKE für Gladbeck und Dorsten zur Präsidentschaftskandidatur von Luc Jochimsen:
"Luc Jochimsen ist eine großartige Kandidatin für DIE LINKE. Ich bin froh, dass sie sich für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt hat und unterstütze sie aus vollem Herzen. Sie wäre eine gute Bundespräsidentin mit einem ausgeprägten sozialen und friedenspolitischen Profil", so kommentiert der Landtagsabgeordnete Ralf Michalowsky aus Gladbeck die Aufstellung der thüringischen Abgeordneten für die Bundespräsidentenwahl.
DIE LINKE hat in einer Fraktionssitzung gemeinsam mit den Vorsitzenden der Partei und der Landtagsfraktionen die ehemalige Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks nominiert. Eindringlich schilderte Jochimsen, Jahrgang 1936, in der Fraktionssitzung ihre Erfahrungen als Kriegskind und ihre daraus erwachsene Entschlossenheit für den Frieden einzutreten. Sie ist eine Streiterin für Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit und eine Persönlichkeit, die für die Versöhnung und Vereinigung der West- und Ostdeutschen steht.
Ralf Michalowsky, der als Wahlmann der LINKEN am 30. Juni in Berlin bei der Bundespräsidentenwahl dabei ist: "Die Zeit ist reif für eine Frau als Hausherrin im Schloss Bellevue und eine wie Luc Jochimsen ist dafür bestens geeignet."
24. Mai 2010

Der außerordentliche Landesparteitag der NRW-LINKEN am Pfingstsonntag im Bottroper Saalbau war eigentlich geplant, um der neu in den Landtag eingezogenen Fraktion der LINKEN einen Verhandlungsauftrag zu geben oder auch nicht. Nachdem SPD und Grüne am Donnerstag weitere Sondierungen zur Vorbereitung einer rot-rot-grünen Koalition abgelehnt hatten, war die Tagesordnung allerdings obsolet geworden. DIE LINKE traf sich trotzdem im Bottroper Saalbau.
Weit über 400 waren gekommen: Rund die Hälfte waren Delegierte der LINKEN, der Rest einfache Mitglieder sowie Zaungäste aus SPD und Grünen, die „zum Schnuppern linker Luft“ gekommen waren. Gleich zu Beginn gab es mit zehn Minuten standing ovations für die Fraktionsvorsitzenden Bärbel Beuermann und Wolfgang Zimmermann einen klaren Vertrauensbeweis für Landesvorstand und Fraktion. Der Landesvorstand schlug eine geänderte Tagesordnung und ein erweitertes Rederecht über die Delegierten hinaus vor: Alle anwesenden Mitglieder konnten ihre Meinung zu den Ereignissen der letzten Wochen kundtun.
Fünf Stunden lang wurde davon reger Gebrauch gemacht. In den Wortmeldungen kam auch die Erleichterung der Mitglieder darüber zum Ausdruck, dass man sich nicht habe verbiegen lassen: „Das Kröten-Schlucken überlassen wir den Grünen“, das war der übereinstimmende Tenor in vielen Redebeiträgen.
Zimmermann verwies auf eine zentrale Aussage der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft in der Verhandlung: „Jetzt ist nach der Wahl: Jetzt werden die Wahlprogramme auf ihre Realitätstauglichkeit überprüft." Zimmermann erklärte hierzu: „Das ist nichts anderes als die Aussage von Müntefering nach der vorletzten Bundestagswahl: ‚Es ist unfair, unser Regierungsprogramm an den Wahlversprechen zu messen.‘“ Solche Aussagen seien „glatter Wahlbetrug“.
Der vom Landesvorstand vorgelegte Leitantrag „Den Politikwechsel jetzt durchsetzen!“ wurde mit rund 95-prozentiger Mehrheit angenommen. Darin heißt es unter anderem: „SPD und Grüne behaupten, die Sondierungsgespräche seien an unserem ungeklärten Verhältnis zu Demokratie und DDR gescheitert. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen: Vielmehr hat DIE LINKE in dem Sondierungsgespräch ohne Wenn und Aber deutlich gemacht, dass die DDR für sie kein demokratischer Rechtsstaat, sondern eine Diktatur war. DIE LINKE war auch bereit, eine gemeinsame Erklärung als Präambel zu einem Koalitionsvertrag zu vereinbaren, in der analog dem SPD-LINKEN-Koalitionsvertrag in Brandenburg diese Haltung unmissverständlich klargestellt wird. SPD und Grüne wollen mit ihrer Lüge davon ablenken, dass sie gar nicht bereit waren, mit der LINKEN in ernsthafte Gespräche über einen Richtungswechsel für NRW einzutreten.“
22. Mai 2010

Wer in der ersten Sitzung die Themen “DDR, Sparzwang, Verfassungsschutz” und eben nicht “Bildungspolitik, Sozialpolitik, Kommunalfinanzen, Bürgerrechte und Bundesrat” besprechen will, der will auch keine ernsthafte Koalition.
"Dass sich SPD und GRÜNE mit so billigen Ausreden vor einem Politikwechsel in NRW drücken ist unglaublich und unseriös," erklärt der Landtagsabgeordnete der LINKEN in Gladbeck und Dorsten Ralf Michalowsky. "SPD und GRÜNE verzichten dadurch auf die Umsetzung ihrer eigenen Programme. Längeres gemeinsames lernen, mehr Mitbestimmung im öffentlichen Dienst und die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in NRW kann die SPD in einem Bündnis mit der CDU schwerlich umsetzen. Wird die SPD jetzt der Steigbügelhalter für den großen Wahlverlierer Rüttgers? SPD und GRÜNE sind offenbar nicht bereit den Sozial- und Stellenabbau in NRW zu stoppen."
Das zeigt sich auch in der Äußerung von Hannelore Kraft während des "Sondierungsgesprächs": "Jetzt ist die Wahl vorbei, jetzt werden die Wahlprogramme einem Realitätsscheck unterzogen!" Das erinnert fatal an Müntefering der sagte, dass es unfair sei, ihn nach der Wahl an seinen Wahlversprechen zu messen.
"Es ist doch ein Treppenwitz, dass die SPD in Berlin und Brandenburg mit der LINKEN koaliert - dies aber wegen der DDR-Vergangenheit in NRW nicht gehen soll, " fügt Ralf Michalowsky hinzu. "Obwohl die Verhandlungsdelegation der LINKEN erklärt hatte, dass die DDR keine Demokratie sondern eine Diktatur war, geben SPD und GRÜNE als Grund für den Abbruch der Sondierungsgespräche die Haltung der LINKEN zur DDR an.“
“Doch wir sind nicht in die DDR-Falle getappt”, sagte Ulrich Maurer. “Aber als wir anboten, den Wortlaut aus der Brandenburger Koalitionsvereinbarung zur DDR-Vergangenheit zu übernehmen, haben sie das auch nicht gewollt.”
Anscheinend hat man in der SPD nicht verstanden, dass ohne eine Abkehr von der Politik der Schröder-Clement-Steinbrück-Müntefering-Jahre die Partei in einer großen Koalition nur als Anhängsel der CDU endet, und damit sowohl WählerInnen an die CDU wie auch DIE LINKE verliert. Aber da die NRW-SPD wahrscheinlich überhaupt nicht vorhatte, einen ernsthaften Politikwechsel zu wagen, dürfte eine große Koalition deutlich bequemer werden als Rot-Grün-Rot, wo die Koalitionspartner vielleicht sogar tatsächlich eigene Ideen einbringen könnten.
Die SPD hat es so in einzigartiger Vollkommenheit fertiggebracht, sich aus dem absolut komfortablen Wahlergebnis in die ungünstigste denkbare Position zu manövrieren. Der SPD bleibt nur noch eine Option, weshalb die Verhandlungsmacht auf Null zusammenschmilzt. So etwas nennt man klassisch politikunfähig.
15. März 2010
Die NRW-Linken wollen im nächsten Landtag dafür sorgen, dass das Abstimmungsverhalten aller Abgeordneten veröffentlicht wird.
"Der gestrige Angriff des CDU-Kandidaten auf SPD und DGB zielt ins Leere, wenn er ausschließlich diese für die hohe Verschuldung der Kommunen verantwortlich machen will. Denn gerade CDU und FDP waren es in den letzten fünf Jahren, die für eine noch höhere Belastung der Kommunen gesorgt haben. Die Wählerinnen und Wähler haben ein Anrecht darauf zu erfahren, wie die Abgeordneten, denen sie ihre Stimme gaben, in Sachfragen abgestimmt haben. Nach dem Motto 'Keiner will's gewesen sein', soll künftig nicht mehr verfahren werden können", so der Landtagskandidat der Gladbecker LINKEN und Kandidat auf Platz 6 der Landesliste, Ralf Michalowsky.
"Sowohl im Deutschen Bundestag wie auch im Landtag von NRW werden Beschlüsse gefasst, die z. B. eine höhere Belastung der Kommunen beinhalten. Vor dem Hintergrund, dass mehr als 90 % der Städte und Gemeinden in NRW schon jetzt keinen ausgeglichenen Haushalt haben, muss endlich Tranzparenz geschaffen werden. Die Wählerinnen und Wähler sollen wissen, wer dafür verantwortlich ist und "ihren" Abgeordneten gegebenenfalls die Hammelbeine lang ziehen. Die NRW-Abgeordneten sollen für ihr Abstimmungsverhalten vor Ort gerade stehen", verlangt Michalowsky.
3. März 2010

Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag den Beschwerden gegen die Vorratsdatenspeicherung stattgegeben. Alle bisher gespeicherten Daten müssen sofort gelöscht werden. Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau hat als Klägerin die Verkündung des Urteils in Karlsruhe verfolgt. Sie fordert jetzt, auch andere fragürdige Großprojekte wie ELENA und SWIFT sofort zu stoppen:
"Das Bundesverfassungsgericht hat verbriefte Bürgerrechte erneut gegenüber vermeintlichen Sicherheitsinteressen gestärkt. Ohne Datenschutz gibt es weder Freiheit noch Demokratie, das ist die zentrale Botschaft. Diesen Maßstäben folgend fordert DIE LINKE weitergehende Konsequenzen.
Fragwürdige Großprojekte, wie ELENA, wie das umstrittene SWIFT-Bankdaten-Abkommen, wie der Passagierdatentransfer in die USA und andere sind umgehend zu stoppen. DIE LINKE plädiert für ein Moratorium für alle elektronischen Großprojekte, die datenschutzrelevant sind und dem Grundgesetz widersprechen können.
Das Bundesverfassungsgericht hat zudem der CDU/CSU und der SPD bescheinigt, dass sie wiederholt verfassungswidrige Gesetze beschlossen haben. Wer so grundsätzlich markiert wird, sollte innehalten und nicht, wie die CDU/CSU, unbeirrbar weiter stürmen, wie bisher."
26. Februar 2010

DIE LINKE hat am 26. Februar 2010 geschlossen gegen die Verlängerung des Kriegseinsatzes und gegen die Truppenaufstockung der Bundeswehr in Afghanistan gestimmt, die mit der Mehrheit von Union, SPD und FDP beschlossen wurden - bei 429 Ja-, 111 Nein-Stimmen und 46 Enthaltungen. Michael Gerdes (SPD), für den Wahlkreis Dorsten-Gladbeck-Bottrop im Bundestag, stimmte mit ja und damit für eine Aufstockung der Bundeswehr in Afghanistan.
Buchholz unterstreicht in ihrer Rede: "Ohne die Unterstützung der NATO-Soldaten wäre die Karsai-Regierung nichts. Militärische Aufstandsbekämpfung und Schutz der Bevölkerung sind unvereinbar. Die Bombardierung der Tanklaster wird nicht die letzte dieser Art bleiben, wenn Sie heute die Verlängerung des Mandats beschließen. Deutschland ist an einem Krieg gegen die einfache Bevölkerung in Afghanistan beteiligt."
Am Ende der Rede von Christine Buchholz haben die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE still der Opfer des NATO-Bombardements bei Kundus am 4. September 2009 gedacht. Bundestagspräsident Lammert schließt die Abgeordneten daraufhin von der Sitzung aus.
Zwischenruf
Wenn man die Zwischenrufe im Bundestag zum Vergleich heranzieht, dann müsste jedes Mal der halbe Bundestag des Saales verwiesen werden. Die Fraktionswertung der letzten Periode:
Mehr als acht Jahre dauert der Einsatz der NATO in Afghanistan unter Beteiligung der Bundeswehr an. Immer deutlicher offenbart sich die Grausamkeit des Krieges, den die NATO und die Bundeswehr dort führen - nicht zuletzt durch das Massaker von Kunduz im September 2009, als auf Befehl eines deutschen Oberst bis zu 140 Menschen bei einem Bombardement gezielt getötet wurden. Aber der Bombenangriff von Kundus ist nur die Spitze des Eisberges. Der Krieg in Afghanistan bedeutet tagtäglich Zerstörung und Sterben. Allein im Jahr 2009 sind laut UNO über 2400 ZivilistInnen bei Kampfhandlungen getötet worden.
Bislang hat der Bundeswehreinsatz die deutschen Steuerzahler über vier Milliarden Euro gekostet. Allein für das Jahr 2010 bewilligt die Bundesregierung für den militärischen Einsatz am Hindukusch erneut 784 Millionen Euro. Diese Gelder fehlen für den Wiederaufbau in Afghanistan. Nach wie vor ist Afghanistan eines der ärmsten Länder der Welt. Viele Afghaninnen und Afghanen haben von der internationalen Unterstützung nichts gesehen. Sie leben immer noch ohne Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung oder Strom.
Soldaten sind keine Entwicklungshelfer. Die Vermischung von militärischem und zivilem Engagement gefährdet die Arbeit der Entwicklungsorganisationen. Weil man sie als Teil der Besatzung wahrnimmt, werden ihre Mitarbeiter zu Angriffszielen. Entwicklungsorganisationen selbst lehnen es ab, unter den Schirm der Bundeswehr gestellt zu werden. Afghanistan braucht Hilfe beim zivilen Wiederaufbau und Unterstützung für einen Friedensprozess. Afghanistan benötigt keine Besatzungsarmeen, durch die der Krieg immer weiter eskaliert und die den Weg zum Frieden verbauen. Noch in diesem Jahr muss der letzte Bundeswehrsoldat Afghanistan verlassen haben.
DIE LINKE fordert:
DIE LINKE ist die einzige Friedenspartei im Bundestag.
21. Februar 2010

In Presseinterviews der letzten Tage gibt der aktuelle Übergangsvorsitzende der SPD, Siegmar Gabriel, seine aktuellen Feststellungen preis: Mit den NRW-Linken könne man nicht, denn die wollen "jede Pommesbude in NRW verstaatlichen".
Dazu stellt der stellvertretende Landessprecher DER LINKEN. NRW, Ralf Michalowsky, fest: "Mit uns wird es kein Dönerkombinat und kein VEB Pommes geben. Wenn der ehemalige Rockbeauftragte des Agendakanzlers nach 100 Tagen Amtszeit keine Argumente hat um sich inhaltlich mit uns auseinander zu setzen, dann sollte er besser gleich den Hut nehmen. Als Vorsitzender einer 126 Jahre alten Partei, die bei der letzten Bundestagswahl ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten einfuhr, spuckt Gabriel viel zu große Töne. Seine Stellvertreterin Nahles kann er gleich mit in die Versenkung nehmen, die hatte noch vor 14 Tagen behauptet, DIE LINKE wolle "ganz NRW verstaatlichen".
"Gabriel und Nahles könnten besser eine Auszeit nehmen und Visionen für eine solidarische Gesellschaft entwickeln, mit denen auch die SPD wieder Fuß fassen kann. Unsere Programme sind öffentlich und können auch von ihnen gelesen werden. Doch offensichtlich stochern beide lieber im politischen Kaffeesatz, um zu ergründen, was DIE LINKE wirklich will", schließt der Landtagskandidat der NRW-Linken.
10. Februar 2010

Das Bundesverfassungsgericht hat die Hartz IV-Regelsätze heute als verfassungswidrig erklärt. Das Gericht stellte dem Gesetzgeber in seiner Urteilsverkündung ein niederschmetterndes Urteil aus. So wird z.B. die aktuelle Abstufung der Regelsätze als "Schätzungen ins Blaue hinein" bezeichnet. Das ist die zweite höchstrichterliche Klatsche nach dem Urteil zur Neuordnung der ARGEN.
DIE LINKE. Gladbeck begrüßt diese längst fällige Entscheidung. Endlich könnte es dazu kommen, dass die Regelsätze für Erwachsene und Kinder dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Ralf Michalowsky, stellvertretender Landessprecher DIE LINKE. NRW und Kandidat auf Platz 6 der Landesliste erklärt dazu: "Noch vor einigen Tagen forderte der "Wirtschaftsweise", Wolfgang Franz, dass die Hartz IV-Regelsätze um 30 Prozent gesenkt werden, damit "Arbeit für Hartz IV-Empfänger wieder attraktiver würde". Dieser Schlaumeier hat unter dem Deckmantel der Wissenschaft versucht, den Repressionsapparat Hartz IV noch weiter zu forcieren. "Die Notwendigkeit höherer Regelsätze sind eine Sache, die mit Hartz IV verbundenen Repressionen eine andere. Deshalb gilt für DIE LINKE. NRW nach wie vor: Harz IV muss weg! Dafür wird sich DIE LINKE demnächst auch im Landtag von NRW einsetzen. Wir fordern, dass die Landesregierung im Bundesrat eine entsprechende Initiative einbringt", schließt Ralf Michalowsky.
31. Dezember 2009
Wenn zum Jahreswechsel die Sektkorken knallen, gibt es nicht überall etwas zu feiern. Die zum 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Hartz IV Gesetze haben Geburtstag, DIE LINKE. Gladbeck nimmt das zum Anlass, Bilanz zu ziehen: Das Gesetz steht nicht für eine nachhaltige Beschäftigungspolitik, sondern für eine breite gesellschaftliche Verarmung.
Olaf Jung, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Gladbeck, stellt fest: "Das Leistungsniveau von Hartz IV liegt weit unterhalb der Armutsgrenze, nach den neuesten Auswertungen im Jahr 2007 liegt diese bei 913 Euro (EU-SILC). Eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist den Betroffenen so nicht möglich, deswegen ist Hartz IV Armut und Ausgrenzung per Gesetz."
DIE LINKE. sieht aber nicht nur eine radikale Verschlechterung der Lebenssituation für viele Menschen, vor allem ist das vollmundig versprochene Ziel, Menschen einen verbesserten Zugang zur Erwerbsarbeit zu ermöglichen, nicht erreicht worden.
Dazu macht Ralf Michalowsky, designierter Direktkandidat für die Landtagswahl im Wahlkreis Gladbeck/Dorsten, deutlich: "Die Strukturen der Arbeitsverhältnisse haben sich durch Hartz IV geändert. Löhne sind in den Keller gesunken, so sind tariflich entlohnte Arbeitsplätze durch Ein-Euro- und Mini-Jobs ersetzt worden und die Anzahl von befristeten Teilzeit- und Leiharbeitsverhältnissen mit Niedriglohn haben zugenommen."
DIE LINKE stellt klar, dass die bestehenden Zumutbarkeitsregelungen und die grundrechtswidrigen Sanktionen sowohl die LeistungsempfängerInnen als auch die Erwerbstätigen dazu zwingen, jeden auch noch so miserabel bezahlten Job anzunehmen bzw. zu behalten. Und so führt Hartz IV zu einem flächendeckenden Kombilohn, der ausbeuterische Unternehmen mit allgemeinen Steuergeldern subventioniert. Immer weniger Menschen können wirklich von ihrer Arbeit leben und auch die Langzeitarbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen ist immer noch genauso hoch, wie vor fünf Jahren.
Im Fazit schreitet nur die Spaltung der Gesellschaft voran. Und so gilt für DIE LINKE. Gladbeck auch 2010:
Hartz IV muss weg – ohne Wenn und Aber.
Hartz IV bekämpft nicht die Arbeitslosigkeit, sondern die Arbeitslosen.
Deswegen wird DIE LINKE auch 2010 für eine sanktionsfreie, individuelle Mindestsicherung kämpfen und sich für einen Mindestlohn von 10 Euro stark machen. Nur so sind menschwürdige Bedingungen für LeistungsbezieherInnen und gute Bedingungen für Erwerbstätige möglich.
2. Oktober 2009

"Menschen in Not Schutz zu gewähren ist und bleibt eine humanitäre Verpflichtung", erklärt Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum "Tag des Flüchtlings" am 2. Oktober. Jelpke weiter:
"Weltweit sind nach UN-Angaben mehr als 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor politischer Verfolgung, Folter, Ausbeutung und Kriegen. In der Bundesrepublik sind zehntausende Menschen gezwungen, unter menschenunwürdigen Umständen in Flüchtlingslagern und Abschiebeknästen ihr Dasein zu fristen. Aufgrund von Residenzpflicht und Arbeitsverbot haben sie hier häufig keine Zukunftschancen. Tausende Menschen sind gezwungen in die Illegalität abzutauchen, da ihnen hier - in einem der reichsten Länder der Welt - kein Asyl oder Aufenthaltsrecht gewährt wird.
Zurzeit leben knapp 100.000 Menschen als so genannte Geduldete in Deutschland. Aufgrund der restriktiven Bleiberechtsregelung der letzten Bundesregierung droht im nächsten Jahr mehreren tausend Menschen die Abschiebung. Ich schließe mich den Forderungen von Pro Asyl und Amnesty International an: Die schwarz-gelbe Koalition muss das Bleiberecht im zu verhandelnden Koalitionsvertrag neu fassen. Es muss umgehend ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, das die betroffenen Menschen vor einer Abschiebung in Elend, Armut, Krieg und Perspektivlosigkeit schützt. DIE LINKE fordert den effektiven Schutz von Flüchtlingen entsprechend internationaler Konventionen und eine gesetzliche Bleiberechtsregelung, die länger hier lebenden geduldeten Flüchtlingen und Asylsuchenden einen Rechtsanspruch auf Aufenthalt verschafft.
Zahlreiche Initiativen und Organisationen rufen vom 2. bis 4. Oktober anlässlich des 'Tags des Flüchtlings' zu Kundgebungen gegen die geplanten Massenabschiebungen von Roma in den Kosovo auf. DIE LINKE. unterstützt diese bundesweiten Protestaktionen und fordert die Bundesregierung auf, den Betroffenen endlich einen sicheren, dauerhaften Aufenthalt in der Bundesrepublik zuzusichern."
"Menschen in Not Schutz zu gewähren ist und bleibt eine humanitäre Verpflichtung", erklärt Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum "Tag des Flüchtlings" am 2. Oktober. Jelpke weiter:
"Weltweit sind nach UN-Angaben mehr als 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor politischer Verfolgung, Folter, Ausbeutung und Kriegen. In der Bundesrepublik sind zehntausende Menschen gezwungen, unter menschenunwürdigen Umständen in Flüchtlingslagern und Abschiebeknästen ihr Dasein zu fristen. Aufgrund von Residenzpflicht und Arbeitsverbot haben sie hier häufig keine Zukunftschancen. Tausende Menschen sind gezwungen in die Illegalität abzutauchen, da ihnen hier - in einem der reichsten Länder der Welt - kein Asyl oder Aufenthaltsrecht gewährt wird.
Zurzeit leben knapp 100.000 Menschen als so genannte Geduldete in Deutschland. Aufgrund der restriktiven Bleiberechtsregelung der letzten Bundesregierung droht im nächsten Jahr mehreren tausend Menschen die Abschiebung. Ich schließe mich den Forderungen von Pro Asyl und Amnesty International an: Die schwarz-gelbe Koalition muss das Bleiberecht im zu verhandelnden Koalitionsvertrag neu fassen. Es muss umgehend ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, das die betroffenen Menschen vor einer Abschiebung in Elend, Armut, Krieg und Perspektivlosigkeit schützt. DIE LINKE fordert den effektiven Schutz von Flüchtlingen entsprechend internationaler Konventionen und eine gesetzliche Bleiberechtsregelung, die länger hier lebenden geduldeten Flüchtlingen und Asylsuchenden einen Rechtsanspruch auf Aufenthalt verschafft.
7. August 2009
Die Kreismitgliederversammlung der LINKEN im Kreis Recklinghausen hat gestern (Donnerstag, 6.8.) unter Beteiligung der Gladbecker Delegierten den einstimmigen Beschluß zum Erhalt des Sockelbergbaus über das Jahr 2018 hinaus gefasst.
Der Kreisverband DIE LINKE. Recklinghausen spricht sich dafür aus, einen Sockelbergbau auch nach dem Jahr 2018 im nördlichen Ruhrgebiet sowie in ganz NRW zu erhalten. Der Antrag soll als Grundlage dienen, beim Landesverband DIE LINKE. NRW in das Landtagswahlprogramm aufgenommen zu werden.
Nach dem Kohlebeschluss von 2007 soll der subventionierte Steinkohlenbergbau in Deutschland im Jahr 2018 auslaufen. Wesentlicher Teil des Kohlebeschlusses ist jedoch auch die Verabredung, im Jahr 2012 erneut ernsthaft zu überprüfen, ob der Ausstiegsbeschluss bestehen bleibt oder revidiert wird.
Der Bergbau und seine Zulieferindustrie sind besonders für die Bergbauregionen im nördlichen Ruhrgebiet, aber auch für ganz Nordrhein-Westfalen, arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitisch von zentraler Bedeutung. Seit 1997 hat sich die Zahl der im Bergbau Beschäftigten im Ruhrrevier auf weniger als 27 000 halbiert, mit weiter abnehmender Tendenz. Jährlich wurden damit zwischen 6 und 11 % der Arbeitsplätze abgebaut. Dies führte zu einem besonders starken Beschäftigungsrückgang im produzierenden Gewerbe im Ruhrrevier, vergleicht man diese Zahlen sowohl mit denen des Landes Nordrhein-Westfalen als auch mit denen des gesamten Bundesgebiets.
In einigen Städten des Kreises Recklinghausen sind jeweils zwischen 5-10 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bergbau tätig. Hinzu kommt, dass der Bergbau mit ca. 3000 Ausbildungsplätzen einer der größten Ausbilder in dieser Region ist.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Steinkohlenbergbaus für das Ruhrrevier ist aber erheblich größer. Denn zusätzlich zu den direkt im Bergbau Beschäftigten hängen in NRW weitere 26 500 Arbeitsplätze indirekt vom Ruhrbergbau ab. Diese indirekt betroffenen Arbeitsplätze befinden sich in Branchen, die entweder von der Auftragsvergabe der RAG Deutsche Steinkohle in Höhe von 2 Mrd. Euro p. a. (davon entfallen 86 % auf NRW) oder von der Kaufkraft der Bergleute (z. B. Einzelhandel) profitieren. 
Insgesamt sind derzeit über 53 000 Menschen in NRW direkt oder indirekt vom Ruhrbergbau abhängig, deutschlandweit sind es über 62 000.
DIE LINKE. Kreisverband Recklinghausen fordert deshalb einen Sockelbergbau über das Jahr 2018 hinaus, um die Arbeitsplätze der Bergleute und damit das Einkommen für ihre Familien zu sichern und die Technologieführerschaft in diesem Sektor zu erhalten.
Gladbecks Bürgermeisterkandidat der LINKEN, Ralf Michalowsky, hat den Antrag ebenfalls unterstützt und wird im Landesvorstand der Partei darauf hinwirken, dass sich die NRW-Linken dieser Forderung anschließen und das in ihrem Landtagswahlprogramm deutlich machen.
23. Juli 2009
Das Bundesverfassungsgericht hat einer Organklage von der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Grünen und FDP stattgegeben. Die eingeschränkten Aussagegenehmigungen für Zeugen im Ausschuss sowie die teilweise Sperre von angeforderten Akten verletze das Informations- und Untersuchungsrecht des Bundestags, heißt es in einem heute veröffentlichten Beschluss.
Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts ist ein großer Erfolg und ein Sieg für das Parlament. Maßgeblich auf Betreiben der Fraktion DIE LINKE hat das Bundesverfassungsgericht zum zweiten Mal nach dem Lissabon-Vertrag die Kontrollrechte des Parlamentes gegenüber der Bundesregierung entscheidend gestärkt. Die Regierung kann sich nun nicht mehr pauschal auf den Kernbereich exekutiver Eigenverantwortung und Staatswohlbelange berufen, um die Herausgabe von Informationen an das Parlament zu verweigern. Auch die Präsidentenrunde ist nicht unantastbar. Damit ist eine entscheidende Argumentation der LINKEN durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt worden.
Wesentliche Ergebnisse des BND-Untersuchungsausschusses sind nach diesem Beschluss Makulatur, da für die Aufklärung der Regierungsverantwortung entscheidende Informationen dem Parlament verfassungswidrig vorenthalten worden sind. Eine umfassende Aufklärung der erhobenen Vorwürfe konnte so nicht stattfinden. Insbesondere die persönliche und politische Verantwortung Steinmeiers, z. B. für die Beteiligung Deutschlands an der Verschleppungs-Praxis der USA allgemein und speziell die Fortdauer der Inhaftierung von Murat Kurnaz in Guantánamo, konnte nicht erschöpfend aufgeklärt werden.
Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zwingt deshalb dazu, den Untersuchungsausschuss wiederzubeleben. In diesem Falle stünden Steinmeier schwere Zeiten bevor."
19. Mai 2009

Hunderttausend Menschen haben am 16. Mai in Berlin, gemeinsam mit mehreren hunderttausend Menschen in Europa, ein deutliches Zeichen des Widerstands an die Politik und die Unternehmen gesandt. Die Lasten der Krise dürfen nicht auf die Beschäftigten, Erwerbslosen und Rentnerinnen und Rentner abgewälzt werden.
Der Finanzmarkt-Kapitalismus und seine neoliberale Ideologie sind gescheitert. Wir befinden uns in einer tiefen Krise von Demokratie und Gesellschaft.
Die öffentliche und demokratische Kontrolle des gesamten Finanzsystems muss jetzt durchgesetzt werden. Die Kosten der Krise müssen wesentlich von den Profiteuren des Finanzmarkt-Kapitalismus getragen werden. Deshalb fordert DIE LINKE eine Vermögensabgabe auf höchste und hohe Geldvermögen in Deutschland (Milliardärs- und Millionärssteuer) zur Finanzierung eines öffentlichen Investitionsprogramms und zur Sicherung der Existenz kleiner und mittlerer Unternehmen.
3. März 2009
"Mit einem gleichermaßen schlüpfrigen wie demokratiefeindlichen Angebot an die Parteien in NRW versucht der WAZ-Konzern Kasse zu machen. Das Angebot der WAZ-Tochter DER WESTEN, für eine bessere Präsenz unserer Partei im Online-Portal DER WESTEN zu sorgen, wenn wir 25.000 Euro plus MWSt dafür zahlen, weisen wir entschieden zurück", so der stellvertretende Landessprecher der LINKEN. NRW, Ralf Michalowsky.
21. Januar 2009

Regierung will Deal ins Gesetz schreiben
Die Verständigung im Strafverfahren, auch als Deal bezeichnet, ist eine Absprache, bei der die Folgen einer Verurteilung zwischen den Beteiligten abgestimmt werden sollen.
Das Interesse des Gerichtes und der Staatsanwaltschaft besteht dabei darin, dass der Angeklagte bei einem gelungenen Deal ein Geständnis ablegt, wodurch der Aufwand des Verfahrens reduziert werden kann. Der Vorteil des Angeklagten besteht darin, dass er Sicherheit über den Ausgang des Verfahrens erlangt und durch das Ablegen des Geständnisses einen erheblich zu seinen Gunsten sprechenden Strafmilderungsgrund herbeiführt.
9. November 2008
Als in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 Nazihorden über die jüdischen Mitbürger herfielen – Synagogen abbrannten, Menschen Gewalt antaten, ermordeten und inhaftierten, jüdisches Eigentum plünderten – fand der politische Antisemitismus, gepaart mit Ausländerfeindlichkeit zur ersten katastrophalen Konsequenz.
8. Februar 2008

Am 08. Februar kamen die sechs Bundestagsabgeordneten aus NRW ins Ruhrgebiet. Im Rahmen des regionalen Aktionstages „Fraktion vor Ort“ waren sie den ganzen Tag lang im Kreis Recklinghausen, in Gelsenkirchen, Bochum und Herne unterwegs. Dabei wurden Gespräche mit Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen geführt. Nachmittags und abends standen öffentliche Diskussionsveranstaltungen zu verschiedenen Themen der Bundestagsfraktion auf dem Programm. Die Abgeordneten diskutierten entlang der regionalen aktuellen Themen und Problemlagen die Standpunkte der Bundestagsfraktion. Sie haben aber aus den Gesprächen auch Anregungen für politische Initiativen mit nach Berlin genommen.