Du bist Terrorist
Gregor Gysi zur internationalen Finanzkrise
Was macht die INSM
DIE LINKE ist als einzige Partei im Bundestag frei von Spendenlast. In den letzten 10 Jahren spendeten Finanzdienstleister ca. 10,4 Millionen Euro an SPD, Grüne, CDU, CSU und FDP. Alle genannten Banken und Versicherungen bieten Riester-Renten an. Die wichtigsten Partner der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) sind die AMB Generali Gruppe (siehe CDU 2005) und die Deutsche Bank. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (siehe SPD 1998) ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland und umfasst 468 Mitgliedsunternehmen.
Zum Download der gesamten Liste auf das Bild klicken.
Die Bundesregierung weigert sich, die Gläubiger-Banken an der Rettungsaktion für Griechenland zu beteiligen. "Die deutschen Banken halten griechische Staatsanleihen im Wert von über 30 Milliarden Euro, deren Verlust ihnen bei einem griechischen Staatsbankrott droht. Die Bundesregierung will wieder die Banken retten und die Risiken zu 100 Prozent den Steuerzahlern aufbürden. Offensichtlich fühlt sich die Bundesregierung den Banken mehr verpflichtet als den Wählerinnen und Wählern", kritisiert Gesine Lötzsch.
Haircut für Ackermann & Co
DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, die deutschen Finanzinstitute, die griechische Anleihen besitzen, in die Pflicht zu nehmen. Ein „Haircut“, eine Umschuldung zu Lasten der Gläubiger-Banken, ist das Gebot der Stunde. Wer mit Griechenland-Anleihen spekuliert hat, darf nicht jetzt von der Bundesregierung belohnt werden.“
Michael Schlecht: Griechisch-deutsche Tragödie (Analyse, PDF)

Die Wirtschaftskrise bedroht Millionen Menschen mit Arbeitslosigkeit und Armut. Die Regierung verschiebt Milliarden Euro an Steuergeldern an marode Banken und senkt die Steuern vor allem für Besserverdienende. Für den großen Teil der Menschen tut sie nichts. Den Beschäftigten wird verwehrt, über die Sicherung ihrer Arbeitsplätze und Einkommen mitzuentscheiden. Den Arbeitslosen verweigert die Regierung die Erhaltung ihres Lebensstandards, Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II wird nicht einmal das Nötigste zum Leben zugestanden. Kleinen und mittelständischen Unternehmen wird jede Unterstützung vorenthalten. Auch unterlässt die Regierung alles, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Es gibt keine Zukunftsinitiative zur Überwindung der Krise.
Die Initiative der Fraktion DIE LINKE. für ein sozial gerechtes Antikrisenprogramm sieht vor:

Wir erleben gegenwärtig eine der größten Finanzkrisen des Kapitalismus. Eine Pleitewelle mit gigantischen Verlusten überrollt die USA und Europa. Der Ausgangspunkt waren leichtfertig vergebene, schlecht gesicherte und dann in undurchschaubaren Paketen verkaufte US-Immobilienkredite. Der Wert dieser zwischen den Banken gehandelten Kreditpakete ist drastisch gefallen. Denn Millionen Amerikaner können gestiegene Zinsen nicht verkraften und haben ihre Darlehenszahlungen eingestellt. Immer mehr Häuser stehen zum Verkauf, und entsprechend sinken die Immobilienpreise in den USA. Dadurch ist bei Banken und Versicherungen eine Kettenreaktion entstanden. Die riesigen Posten in ihrer Bilanz, die auf US-Immobilien beruhen, müssen nach unten korrigiert oder ganz abgeschrieben werden. Weil massenhaft Finanzunternehmen von solchen Abschreibungen betroffen und vom Konkurs bedroht sind, bricht zusätzlich die wechselseitige Kreditgewährung zwischen den Banken zusammen. In dieser Situation ist überall der Staat der letzte Rettungsanker. Er verleiht Geld, gewährt Haftungen oder übernimmt die zahlungsunfähigen Geldhäuser gleich ganz. So aber werden private Verluste sozialisiert. Auch deshalb steht weltweit der Finanzmarktkapitalismus am Pranger.
Allein DIE LINKE geht den Fehlentwicklungen auf den Grund. Die Fraktion kritisiert die Spaltung in Arm und Reich, die das Geldvermögen bei wenigen konzentriert und Spekulationen anheizt. DIE LINKE wendet sich seit Jahren gegen die völlig verfehlte Liberalisierung der Finanzmärkte. Auch in Deutschland wurden windige Finanzprodukte, Kreditverbriefungen, Hedge-Fonds und gefrässige „Heuschrecken“ massiv gefördert. Durch absurde Steuerbefreiungen und neue Gesetze, die den Spekulanten Vorfahrt gewähren. Die Bankaufsicht wurde in den vergangenen Jahren nicht gestärkt, sondern geschwächt. Die Milliardenverluste deutscher Banken – von der IKB bis zur Hypo Real Estate – sind nicht zuletzt das Ergebnis dieser falschen Politik. Deshalb sind Union und SPD mitverantwortlich für die Milliardenzeche, die wir alle jetzt zahlen sollen.
DIE LINKE fordert:

In den letzten zehn Jahren wurde der Finanzmarkt von SPD, CDU und Grünen unermüdlich dereguliert. Die Gesetzgebung liest sich wie ein Förderprogramm für den Finanzkapitalismus:
Der unkontrollierte Kreditverkauf gilt heute als Hauptursache der Krise. Die Bundesregierung hat zur Unterstützung dieses Geschäfts sogar eigens eine Initiative auf den Weg gebracht:
Die "True Sale International"
Sie wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Privatbanken und Ratingagenturen getragen. Gründungsmitglied im Beirat ist der heutige Staatssekretär im Finanzministerium, Jörg Asmussen. Noch 2006 hat Asmussen die Vorteile dieses Risikogeschäfts gepriesen. Jetzt soll ausgerechnet er als oberster Regulierer das staatlich geförderte Kredit-Chaos organisieren.
Deutsche Bank-Chef Ackermann gab als Renditeziel 25 Prozent aus. Das sollten letztlich die Arbeitnehmer in der "Realwirtschaft" einbringen. Hierzu wurde das unternehmerische Risiko zunehmend auf die Beschäftigten abgewälzt: