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Kommunalwahlen
27. September 2009
Landtagswahl in Brandenburg
Bundestagswahl

8. Juni 2010

Die Regierung Merkel/Westerwelle verübt mit ihren Streichvorhaben einen Anschlag auf den sozialen Frieden und die Demokratie im Land. Dagegen kann es nur eines geben: breiten öffentlichen Widerstand. Eine solche Kürzungs- und Umverteilungskoalition sollten wir uns sparen.
Der Gladbecker Landtagsabgeordnete Ralf Michalowsky erklärt: „CDU/CSU und FDP lassen Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose, sozial Benachteiligte und Familien für die Zockerei der Banken und Spekulanten bluten. Das ist nicht nur grob ungerecht, sondern offenbart das wahre Gesicht dieser Koalition der sozialen Kälte und der politischen Geisterfahrerei. Wie befürchtet werden nun nach der NRW-Wahl die Pläne für den massiven Sozialabbau aus der Schublade geholt. Schwarz-gelb vertieft die soziale Spaltung und lässt die Binnennachfrage auch durch den geplanten Stellenabbau weiter austrocknen. Der Stellenabbau wird dazu führen, dass statt Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten teure britische Anwaltskanzleien die Gesetzentwürfe für die Regierung und den Bundestag schreiben. Bei den Schwächsten werden Milliarden gekürzt, die Reichsten bleiben unbehelligt. Ohne Steuergerechtigkeit durch Steuererhöhungen für die Krisenverursacher und –gewinnler spart die Koalition das Land ins Koma. Wenn SPD und Grüne ihre Kritik an der Bundesregierung ernst meinen, müssen sie die Kraftmeierei in NRW beenden. Wer im größten Bundesland ausgerechnet mit der FDP ins Koalitionsbett will, führt seine hehren Worte in Berlin selbst ad absurdum.“
„Seit 2008 sind in Deutschland die Staatsschulden um 180 Milliarden Euro angestiegen. Dies meldete die Bundesbank vor wenigen Wochen. Mehr als die Hälfte der neuen Schulden, etwa 100 Milliarden Euro geht auf das Konto der Bankenrettung. Das Sparpaket richtet sich aber in aller erster Linie gegen die sozial Benachteiligten, die am wenigsten haben. Sie sollen am meisten verzichten. Da mögen Merkel und Westerwelle von Fairness und Ausgleich reden, was sie wollen. Sie lügen ohne rot zu werden“, erläutert Olaf Jung, Fraktionsvorsitzender der Gladbecker LINKEN. „Die erste Bürgerpflicht nach Vorlage des schwarz-gelben Spardiktates heißt: Auf die Straße gegen das einseitige Spardiktat, das Schwarz-Gelb verordnet und das auch den Kommunen wieder neue finanzielle Lasten unterschiebt. Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht wir?“
Scharfe Kritik kam auch von der zurückgetretenen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann: Sie forderte kirchlichen Widerstand gegen die geplante Streichung des Elterngeldes für Hartz-IV-Empfänger. "Als ich von der Streichung erfahren habe, habe ich mich gefragt, ob Hartz-IV-Empfänger weniger Würde als andere Menschen haben", sagte Käßmann am Montagabend im Martin Luther-Forum in Gladbeck.
8. Juni 2010

Junge Familien nicht noch stärker unter Druck setzen
Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, zeigte sich entsetzt über die Ergebnisse der Sparklausur der Bundesregierung: „Hier wird eindeutig am falschen Ende gespart. Besonders der Wegfall des Elterngelds für Hartz-IV-Empfänger ist ein Skandal. Dadurch wird die Situation junger, arbeitsloser Eltern und insbesondere der Alleinerziehenden massiv verschlechtert.“
Zudem seien die Folgen der Kürzungen fatal: „Offensichtlich hat die Bundesregierung nicht begriffen, dass die wachsende Kinderarmut in Deutschland das existenzielle Problem für alle künftigen Generationen ist. Anstatt endlich ein schlüssiges Konzept zur Vermeidung von Kinderarmut vorzulegen, verschärft die Bundesregierung die Situation, indem sie bei Säuglingen und Kleinkindern eine Leistung streicht, die es schon seit 1986 als Erziehungsgeld gibt. Damit wird eine Leistung gestrichen, die im Zusammenhang mit der damaligen Debatte um den §218 Strafgesetzbuch als verfassungsrechtlich notwendige Leistung für junge Familien ausgeweitet wurde. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht im Februar klar festgestellt, dass Kinder, die von Sozialgeld leben, schon jetzt unter einer mangelnden sozialen Teilhabe leiden und von schulischer und außerschulischer Bildung weitgehend ausgeschlossen sind. Mit den Sparvorhaben wird diese soziale Schieflage deutlich verschärft. So setzt Deutschland seine Zukunft aufs Spiel“, warnte Hilgers.
Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth ergänzt: „Die Familien brauchen nicht weniger, sondern mehr Unterstützung. Durch die Streichung des Elterngelds geraten arbeitslose Familien mit kleinen Kindern zusätzlich unter Druck. Ich fürchte, dass damit die Zahl der Krisenfamilien zunimmt. Das ist kontraproduktiv für den Kinderschutz. In der so bedeutenden Entwicklungsphase im ersten Lebensjahr sollen alle Eltern sich in erster Linie um ihre Neugeborenen kümmern können und nicht um ihre finanzielle Lage. “
10. Februar 2010

Das Bundesverfassungsgericht hat die Hartz IV-Regelsätze heute als verfassungswidrig erklärt. Das Gericht stellte dem Gesetzgeber in seiner Urteilsverkündung ein niederschmetterndes Urteil aus. So wird z.B. die aktuelle Abstufung der Regelsätze als "Schätzungen ins Blaue hinein" bezeichnet. Das ist die zweite höchstrichterliche Klatsche nach dem Urteil zur Neuordnung der ARGEN.
DIE LINKE. Gladbeck begrüßt diese längst fällige Entscheidung. Endlich könnte es dazu kommen, dass die Regelsätze für Erwachsene und Kinder dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden.
23. Juli 2009

"Merkel treibt Erwerbslose fahrlässig und sehenden Auges in die Armut", kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Klaus Ernst die Weigerung der Bundesregierung, das Arbeitslosengeld I in der Krise zu verlängern. "Es ist unerträglich, dass sich die Kanzlerin weiter gegen alle Forderungen aus Wissenschaft, Gewerkschaften und ihrem eigenen Koalitionspartner sperrt", ergänzt Ernst.
"Merkel will die Wirtschaftskrise auf Kosten der Betroffenen aussitzen. Anstatt zu handeln, ignoriert sie alle Warnungen, nach denen im Herbst Entlassungswellen anstehen. Es ist ungeheuerlich, wie die Bundesregierung nach der Bundestagswahl Hunderttausende Menschen nach einem Jahr ALG I in die Armut schicken will.
Wenn es nach Merkel geht, müssen Jüngere und Ältere, deren Erwerbslosigkeit bereits heute dreimal so stark ansteigt wie die allgemeine Erwerbslosigkeit, die Konsequenzen der Krise tragen. Auch den skandalösen Zustand, dass Erwerbslose in Hartz IV zunächst all ihre Ersparnisse aufbrauchen müssen, wollen SPD und CDU trotz Forderungen aus den eigenen Reihen nicht beheben.
DIE LINKE fordert angesichts der Auswirkungen der Wirtschaftskrise die Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I - das ist nicht nur menschlich, sondern zur Stärkung der Binnenkaufkraft auch ökonomisch vernünftig.“
23. Juni 2009

DIE LINKE. Gladbeck bekräftigt Forderung nach Kulturpass für 2010
Verärgert hat DIE LINKE. Gladbeck die substanzlose Antwort der Ruhr.2010 GmbH auf einen Antrag aus dem Dezember letzten Jahres zur Kenntnis genommen. DIE LINKE im RVR hatte einen "Kulturpass" für Personen mit geringem Einkommen gefordert. Dieser Pass soll Preisnachlässe auf Eintritte zu Veranstaltungen des Kulturhauptstadtjahres bündeln. Von der Verbandsversammlung am 8.12. 2008 war zunächst eine Berichterstattung der Ruhr.2010 GmbH beschlossen worden.
18. Mai 2009

Zum heute vorgestellten Armutsatlas des DPWV erklärt Andrej Hunko, Landesvorstandsmitglied und Bundestagskandidat der LINKEN. NRW:
Der Armutsatlas konstatiert eine Dreiteilung Deutschlands. Am meisten betroffen ist die Region Vorpommern mit einer Armutsquote von 27%. In NRW ist jeder siebte Bürger arm, das sind ca 2,5 Millionen Menschen. Hier ist besonders das Ruhrgebiet (18% Region Dortmund) und die Region Aachen mit 16,2% betroffen. Das Zahlenmaterial stammt von 2007, die Auswirkungen der aktuellen Krise sind hier noch gar nicht erfasst.
10. März 2009

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, rechnet wegen der Wirtschaftskrise mit einem "massiven Anstieg der Kinderarmut". Dies gelte umso mehr, da nach der demographischen Entwicklung in Deutschland die Kinder in den armen Stadtteilen geboren würden.
27. Januar 2009

Zwei Urteile von Sozialgerichten erklärten dieser Tage, dass die Hartz-IV-Regelsätze gegen das Gebot der Menschenwürde und des Sozialstaats im Grundgesetz verstoßen. Carolin Butterwegge, sozialpolitische Sprecherin der LINKEN. NRW und Jürgen Klute, Mitglied des Parteivorstands begrüßen diese Rechtsprechung. DIE LINKE kritisiert seit langem, dass Hartz IV Armut per Gesetz bedeutet und fordert, das Gesetz abzuschaffen und durch eine bedarfsdeckende repressionsfreie soziale Mindestsicherung zu ersetzen.
15. Dezember 2008

Die soziale Ungleichheit in Deutschland wächst im Rekordtempo. Dies belegen zwei in der letzten Woche veröffentlichte Studien.
Der aktuelle Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung meldet einen neuen Höchststand der Gewinnquote am privat verfügbaren Volkseinkommen. Die Einkommen aus Gewinnen und Vermögen, die an den relativ kleinen Personenkreis der Kapitalbesitzer und Unternehmenschefs gehen, sind brutto wie netto in 2008 noch einmal gestiegen. 2007 machten sie netto 34 Prozent des Volkseinkommens aus, im ersten Halbjahr 2008 waren es schon 35,8 Prozent.
11. Oktober 2008
Weitere Nachteile für Hartz IV Betroffene
Das Beratungshilfegesetz in seiner bisherigen Form sieht vor, dass außergerichtliche Rechtsanwaltskosten für Menschen mit geringen Einkommen, sowie Sozialhilfeempfänger und Arbeitslosengeld-II-Bezieher bis auf einen Eigenanteil von 10 Euro vom Staat übernommen werden. Das Vorhaben der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, nun die Beratungsgebühr um weitere 20 Euro zu erhöhen, zeigt erneut, wie weit sich Regierungspolitik von der Lebenswirklichkeit der Menschen entfernt hat.
22. April 2008
Kinderarbeit stellt eine der unmenschlichsten Formen in der Herstellung und Verarbeitung von Waren in einer globalisierten Welt dar. Am Beispiel Indien, von dort kommen etwa zwei Drittel aller Natursteine in Deutschland, entfaltet sich die ganze Dramatik der Situation: Es wird geschätzt, dass 150.000 Kinder in indischen Steinbrüchen arbeiten. Unter sehr gefährlichen Bedingungen arbeiten diese Kinder bis zu 12 Stunden am Tag. Nach Erkenntnissen der ILO haben sie auf Grund von chronischen Lungenerkrankungen eine Lebenserwartung von nur 35 Jahren.
20. März 2008
Netze für Strom, Gas und Wasser in öffentliches Eigentum überführen!
DIE LINKE. Gladbeck: Wir fordern einen Sozialtarif!
Seit die staatliche Aufsicht der Strom- und Gastarife 2006 abgeschafft wurde, gibt es immer häufiger schwer durchschaubare Preiserhöhungen. Besonders einkommens-schwache Haushalte sind von dieser Entwicklung massiv betroffen. In der Presse wird über zunehmende Zahlungsschwierigkeiten der privaten Kunden von örtlichen Energieversorgern berichtet. In NRW sollen mittlerweile 59.000 Haushalte von Stromsperren betroffen sein. DIE LINKE. Gladbeck hat sich in einem Schreiben an die ELE gewandt um zu erfahren wie sich die Situation in unserer Stadt darstellt.
4. Dezember 2005
Stellungnahme der Stadt Gladbeck zu unserer Forderung nach einem Armuts- und Reichtumsbericht
Wenn man die Stellungnahme der Stadtverwaltung zur unserer Forderung nach einem Armutsbericht liest, hat man den Eindruck, dass diese zynische Stellungnahme von einem Vermögenden geschrieben wurde, der um seine Pfründe kämpft. Das ist ein erschütterndes Beispiel für den Klassenkampf von oben, der sich derzeit gegen die Ärmsten in unserer Gesellschaft richtet.