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DIE LINKE. Mittendrin
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8. Februar 2015

Wie DIE LINKE entstand

Der Weg zur gesamtdeutschen Linken

Am 5. März 2004 fand im DGB-Haus Berlin ein Treffen statt, das Folgen hatte. Eingeladen hatte Ralf Krämer, Gewerkschaftssekretär bei ver.di, um auf der Grundlage eines umfangreichen Strategiepapiers „Für eine wahlpolitische Alternative 2006“ zu diskutieren. Es versammelten sich 30 Aktive aus verschiedenen sozialen und politischen Zusammenhängen: Gewerkschaften, Attac, linker Wissenschaft, Zeitschriften und Bildungsvereinen. Darunter waren Mitglieder und ehemalige Mitglieder von SPD, PDS, Grünen, DKP, und mehrheitlich Parteilose. Sie einte die Einsicht, dass die Bildung einer neuen politischen Kraft nötig sei. Eine für breite Schichten wählbare soziale Alternative, die den gesellschaftlichen Protest gegen die neoliberale Politik bei der bevorstehenden Bundestagswahl aufzunehmen und wirksam zu machen imstande war.
 
In den folgenden Monaten meldeten sich tausende Aktive aus der ganzen Republik und bildeten eine Vielzahl örtlicher Initiativen.

Juni 2004: Als Reaktion auf die mit sozialen Einschnitten verbundene Agenda 2010 von Bundeskanzler Gerhard Schröder gründet sich der Verein Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG). In der WASG sammeln sich Gewerkschaftsvertreter, frustrierte SPD-Mitglieder und Menschen, die z.T. erstmals einer Partei beitreten. 

Im Juli 2004 vereinigte sich die Wahlalternative mit der Initiative Arbeit und soziale Gerechtigkeit zur WASG.

August 2004: Der ehemalige SPD-Chef Oskar Lafontaine zeigt offen seine Sympathien für die Protestbewegung. Im Osten organisiert die PDS, damals nur mit zwei direkt gewählten Abgeordneten im Bundestag vertreten, den Protest gegen Schröders Reformen. Im Westen geht der Protest gegen Hartz IV vor allem von Attac und der WASG aus. 

Am 22. Januar 2005 wurde in Göttingen die Partei WASG gegründet.

22. Mai 2005: Die WASG-NRW kandidiert bei den Landtagswahlen und erreicht 2,2 % der Stimmen. In Reaktion auf ihre schwere Wahlniederlage in NRW führte die SPD eine Vorverlegung der Bundestagswahl auf September 2005 herbei.

30. Mai 2005: Als Konsequenz der von Schröder angekündigten vorgezogenen Bundestagswahl treffen sich erstmals Vertreter von PDS und WASG. Dabei wird eine mögliche Kooperation bei der Wahl ausgelotet, eine gemeinsame Linkspartei strebt die PDS zunächst aber nicht an.
In dieser Situation verständigten sich PDS und WASG auf eine gemeinsame Kandidatur auf Listen der in Linkspartei umbenannten PDS.

10. Juni 2005: Nach schwierigen Verhandlungen einigen sich PDS und WASG auf einen gemeinsamen Antritt bei der Bundestagswahl. Die Kandidaten der WASG sollen auf den Listen der PDS antreten. Der im Mai aus der SPD ausgetretene Lafontaine erklärt sich neben Gregor Gysi zur Spitzenkandidatur bereit.

17. Juli 2005: Die PDS nennt sich auf einem Sonderparteitag in Linkspartei um. Den neuen Namen hatte die WASG zur Bedingung für die gemeinsame Kandidatur bei der Bundestagswahl gemacht.

18. September 2005: Bei der Bundestagswahl erringt das Linksbündnis 8,7 Prozent der Stimmen und hat damit den mit Abstand größten Zuwachs aller Parteien. Der Erfolg wird vor allem durch den Osten getragen, wo die Linke 25,3 Prozent der Stimmen holt. In NRW sind es 5,2 %.

11. Dezember 2005: Die Linkspartei stellt auf ihrem Dresdener Parteitag die Weichen für den Zusammenschluss mit der WASG. In dem verabschiedeten Leitantrag wird der WASG ein fairer, solidarischer Einigungsprozess in Aussicht gestellt.

2. April 2006: Bei einer Urabstimmung der Bundespartei votieren 78,3 Prozent aller teilnehmenden WASG-Mitglieder für ein Zusammengehen mit der Linkspartei.

29. April 2006: Auch der WASG-Bundesparteitag in Ludwigshafen votiert nach kontroverser Debatte für die Fusion.

25. März 2007: Linkspartei und WASG beschließen nach mehr als einjähriger Planung ihre Fusion. Auf einem Doppelparteitag in Dortmund votieren 96,9 Prozent der Delegierten der ehemaligen PDS und 87,7 Prozent der WASG-Delegierten für den Verschmelzungsvertrag.

13. Mai 2007: Bei der Bremen-Wahl kommt die Linkspartei auf 8,4 Prozent der Stimmen und zieht mit sieben Abgeordneten in die Bürgerschaft ein. Es ist das erste Mal, dass DIE LINKE in ein westdeutsches Landesparlament einzieht.

19. Mai 2007: Die Ende März eingeleiteten Urabstimmungen ergeben ein klares Votum für die Parteienehe. Bei der Linkspartei stimmen 96,9 Prozent für den Zusammenschluss, bei der WASG 83,9 Prozent. Offiziell vollzogen wurde die Fusion mit dem Gründungsparteitag am 16. Juni 2007.

16. Juni 2007: Mit nur einer Gegenstimme beschließen die Delegierten auf dem Gründungskongress in Berlin offiziell die Verschmelzung von WASG und Linkspartei zur neuen Partei DIE LINKE.

Im Juli 2007 vereinigten sich Linkspartei.PDS und WASG zur neuen Partei DIE LINKE.
 
6./7. August 2007: Meinungsforschungsinstitute sehen DIE LINKE. NRW mit 6 % bzw. 8 % im Landtag. Die Wahl findet im Mai 2010 statt. Für den Bundestag errechnen die Institute ein Ergebnis von 13 %.

19. August 2007: Gründungsversammlung DIE LINKE. Kreisverband Recklinghausen

21. August 2007: Gründung DIE LINKE. Stadtverband Gladbeck

20./21. Oktober 2007: Gründungsparteitag DIE LINKE. NRW in der Maschinenhalle-Zweckel in Gladbeck.

5. April 2008: Gründung des Landesrates NRW in der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Gladbeck.

18./19. Oktober 2008: Landesparteitag DIE LINKE. NRW in Essen
o Wahl eines Landesvorstandes für die Dauer von zwei Jahren
o Verabschiedung eines Kommunalwahlrahmenprogramms

25. Januar 2009: DIE LINKE. Gladbeck wählt den stellvertretenden Landessprecher Ralf Michalowsky zum Bürgermeisterkandidaten und stellt 22 KandidatInnen in allen Gladbecker Kommunalwahlkreisen auf. Unter den Direktkandidaten und den Listenplätzen befinden sich der Betriebsratsvorsitzende und der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Gladbecker Pilkington Werkes (vormals Flachglas), beide IGBCE. Den Listenplatz 1 belegt Martina Pestke, die stellvertretende Presonalratsvorsitzende des Kreises Recklinghausen und ver.di-Aktivistin.

7. Juni 2009 - Europawahl: Bei der Europawahl erzielte DIE LINKE. Gladbeck ein Ergebnis von 6,82 % und lag damit an der Spitze des Kreises Recklinghausen.

30. August 2009 - Kommunalwahl: Zur Kommunalwahl tritt DIE LINKE. Gladbeck mit dem Bürgermeisterkandidaten Ralf Michalowsky und 22 Direktkandidaten in allen Wahlkreisen an. Das Ergebnis 6,52 %, drei Ratsmandate und bei allen vier Wahlen (Bürgermeisterwahl, Landratswahl, Kommunalwahl und Kreistagswahl) der dritte Platz nach SPD und CDU.

27. September 2009 - Bundestagswahl: DIE LINKE erzielte in Gladbeck das hervorragende Ergebnis von 11,57 % der Zweitstimmen und damit das drittbeste Ergebnis in Gladbeck. Grüne (6,56 %) und FDP (9,45 %) landeten weit abgeschlagen hinter der LINKEN. Die SPD verlor 13,32 %.

9. Mai 2010 - Landtagswahl in NRW: DIE LINKE erzielte in NRW ein Ergebnis von 5,6 % und zog mit  11 Abgeordneten in den Landtag von NRW ein. In Gladbeck kam DIE LINKE mit ihrem Kandidaten Ralf Michalowsky auf 8,14 % der Erststimmen und 7,15 % der Zweitstimmen. Damit wurde DIE LINKE nach der Bundestags- und Kommunalwahl wiederum drittstärkste Partei in Gladbeck.

21./22./23. Oktober 2011: Der Erfurter Parteitag hat das neue Parteiprogramm am 23. Oktober 2011 mit 503 Stimmen bei 4 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen beschlossen. Das ist eine Zustimmung von 96,9 Prozent.
Beim Mitgliederentscheid vom 17. November bis 15. Dezember 2011 wurde das Parteiprogramm mit 95,81 Prozent bestätigt. Sie finden es hier zum Download.

Mai 2012: Am 14. März 2012 hat sich der Landtag von NRW aufgelöst. Am 13. Mai 2012 gab es Neuwahlen, bei denen DIE LINKE den Wiedereinzug in den Landtag verpasste.

September 2013: Bei der Bundestagswahl am 22. September wurde DIE LINKE mit 6,7 % der Zweitstimmen abermals drittstärkste Partei in Gladbeck. (bei 9 von 11 Wahlen seit Gründung der Partei war das so)

Mai 2014: Bei den Kommunalwahlen wurde DIE LINKE in Gladbeck wiederum nach SPD und CDU zur drittstärksten Kraft in der Stadt und zog mit drei Mitgliedern (Olaf Jung, Fraz Kruse und Herbert Böhler) in den Rat der Stadt ein. Im Kreistag von Recklinghausen verbesserten wir uns vom fünften auf den vierten Platz und zogen mit vier Mtgliedern in den Kreistag. Der Gladbecker Ralf Michalowsky wurde dort unser Fraktionsvorsitzender.

Juni 2014: Der Landesparteitag der NRW-LINKEN wählte den Gladbecker zum Landessprecher. Er bekleidete das Amt zwei Jahre, bis zum Juni 2016.

5. Dezember 2014: An desem Tag wurde mit Bodo Ramelow in Thüringen der erste Ministerpräsident der LINKEN gewählt. Er regiert das Land mit seinen ca. 2,2 Mio. Einwohnern mit einer Koalition aus der LINKEN, der SPD und den Grünen.

22. Jan. 2015: Heute vor 10 Jahren wurde in Göttingen die WASG gegründet.

DIE LINKE ist heute die drittstärkste politische Kraft im Bundestag und Oppositionsführerin. Das ist ein Erfolg des Zusammengehens der 2004 gegründeten „Wahlalternative“, der „Initiative Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ und der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS). Und dennoch hat sich die Partei gewandelt – längst stammt fast die Hälfte der Mitgliedschaft nicht mehr aus einer der Quellparteien.

10. Dezember 2016: Die Vertreterversammlung der LINKEN. NRW wählte den Gladbecker Ralf Michalowsky auf den aussichtsreichen Patz 10 der Landesliste für die Wahl zum Landtag NRW, die am 14. Mai 2017 stattfindet.

DIE LINKE. NRW hat derzeit ca. 6.800 Mitglieder.

(Stand: März 2017)