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Die Schillerschule soll nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung ab Schuljahr 2011/12 auslaufend aufgelöst werden. Die verbleibenden Klassenverbände der Schillerschule sollen ab dem Schuljahr 2013/14 die Schule am Rosenhügel besuchen.
„Das Land NRW gibt über das Programm „Soziale Stadt Brauck“ viel Geld in Brauck aus, weil sie Brauck als Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf erkannt hat. Mit viel Geld will das Land die sozialen Probleme in diesem Stadtteil in den Griff bekommen und will die Infrastruktur im Stadtteil zu erneuern. An diesem Prozess beteiligen sich über den runden Tisch Brauck auch viele Bürger aus Brauck. Die Stadt selbst wird nun diesen guten Prozess durch die Schließung der einzigen Grundschule im Stadtteil nachhaltig stören“, erläutert der LINKE Ratsherr Franz Kruse.
„Im Stadtteil Brauck hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Familien mit kleinen Kindern oder auch dem Wunsch nach Kindern haben sich in den Neubaugebieten in Brauck angesiedelt. Die nähe zu den Kindergärten und der Schillerschule hat bei vielen Familien eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für Brauck gespielt“, so Rüdiger Jurkosek, Sprecher der LINKEN in Gladbeck.
„DIE LINKE befasst sich intensiv mit dem künftigen Bedarf an weiterführenden Schulen in Gladbeck und hat festgestellt, dass sich an unserer Schullandschaft grundlegendes ändern muss. Bei den Grundschulen gilt für DIE LINKE „kurze Beine, kurze Wege“. Ein Stadtteil, so groß wie Brauck, ohne eine eigene Grundschule ist weder Familien- noch Kinderfreundlich“, befürchtet Olaf Jung, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Gladbeck.
In der Fraktionsversammlung vom 09.06.2010 hat sich die DIE LINKE. Fraktion Gladbeck mit dem Schulentwicklungsplan befasst. Im Ergebnis haben wir einige Änderungsvorschläge zum aktuell vorliegenden Entwurf des Schulentwicklungsplanes für die Sekundarstufen I und II erarbeitet. Wir bitten die Verwaltung, folgende Vorschläge in den Schulentwicklungsplan rechtzeitig zur Beschlussempfehlung an den Rat durch den Schulausschuss am 28.06.2009 einzuarbeiten.
Sollte dies nicht möglich sein, so bitten wir, die Vorschläge gemeinsam mit den Sitzungsunterlagen an die Ausschussmitglieder zu versenden, damit alle Punkte vom Ausschuss zur Fassung von Beschlussempfehlungen an den Rat behandelt werden können.
Im Zusammenhang mit den Haushaltsberatungen und der geplanten weiteren Privatisierung des Reinigungsdienstes beantragt die Fraktion DIE LINKE folgendes:
Zu berücksichtigen sind die Erfahrungen aus den unten genannten Rekommunalisierungs-Beispielen in Freiburg, Dortmund und Saarbrücken, unter Beachtung einer notwendigen Veränderung der Vergaberichtlinien bezüglich sozialer und ökologischer Kriterien.
Die Kompetenzen und Erfahrungen der Schulleitungen, Personalräte, Schülervertretungen und Elternbeiräte müssen in diese Prüfung mit einbezogen werden.
In Gladbecks Hauptschulen bleiben die Eingangsklassen leer, weil die Eltern ihre Kinder lieber zur Gesamtschule schicken. Dadurch ist die Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Rentfort-Nord völlig überlaufen. Jedes Jahr müssen dort Kinder in doppelter Klassenstärke abgewiesen werden. An der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule gerät man durch die vielfältigen Fördermaßnahmen zunehmend in Raumdruck, so dass dort sogar darüber nachgedacht wird, die Zügigkeit zu verringern.
Die Anmeldungen an weiterführenden Schulen in Gladbeck stellen in Frage, ob die Gladbecker Schullandschaft den Elternwillen noch in einem ausreichenden Maß berücksichtigen kann. Offenbar wollen die Eltern der Gladbecker Schüler die frühe Aufteilung der Schüler in das klassische dreigliederige Schulsystem nicht mehr. Der Elternwille fordert eindeutig ein längeres gemeinsames Lernen, wie es in anderen europäischen Ländern längst üblich und erfolgreich ist. Das fordert die Gründung einer neuen Gesamtschule oder einer Dependance der bestehenden Gesamtschule oder einer der im ländlichen Raum bereits verbreiteten Gemeinschaftsschulen.
Örtlich müsste diese Schule im Süden Gladbecks angesiedelt sein, weil Brauck der Gladbecker Kinderschwerpunkt ist und es im Norden bereits eine Gesamtschule gibt. Es bieten sich die Gebäude des Schulzentrums mit der dort direkt nebeneinander liegenden Erich- Fried- Hauptschule und der Erich- Kästner- Realschule an.
Die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren konstant viele Kinder an der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule abgelehnt wurden, macht deutlich, dass auch in Zukunft ein hoher Bedarf vorhanden sein wird. Gladbeck ist auch im Vergleich mit den Nachbarstädten mit Gesamtschulplätzen unterversorgt. Das Angebot in Gladbeck sollte durch Bildung einer weiteren ganztägigen „Schule für Alle“ aufstockt werden.
Das Verwaltungsgericht Bonn hat kürzlich festgestellt, dass für die Einrichtung einer Gesamtschule nicht zwingend ein Drittel der angemeldeten Kinder eine Grundschulempfehlung für das Gymnasium besitzen müssen. Damit ist eine Hürde gefallen, mit der die Landesregierung bisher immer versucht hat, die Gründung von Gesamtschulen zu verhindern.
Erst im letzten Jahr wurde in den Medien über die Ausspähung von Mitarbeitern bei der Bahn AG und bei Lidl sowie von Telekom-Kunden berichtet. Der Datenmissbrauch durch Kriminelle oder Wirtschaftsunternehmen ist heute der Normalfall, auch Politiker haben das kritisiert.
Seit Neujahr werden die Daten aller 40 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und von Selbständigen in Deutschland flächendeckend gespeichert. „Auch die Gladbecker Stadtverwaltung ist als Arbeitgeber gesetzlich gezwungen, vom 1. Januar an regelmäßig alle Daten aus den monatlichen Entgeltabrechnungen von allen Beschäftigten über ein elektronisches Meldesystem namens ELENA an die zentrale Speicherstelle (ZSS) bei der deutschen Rentenversicherung in Würzburg zu übermitteln. In dem Datenbogen von 41 Seiten Umfang werden neben den üblichen Daten wie Name, Adresse, Steuernummer, Steuerarten, Sozialversicherungsabgaben usw. zum Beispiel auch alle Arten von Entgelt, Nebenbeschäftigungen, Fehlzeiten und deren Ursachen, z.B. durch Krankheit, Urlaub, Elternzeit, unentschuldigtes Fehlen, rechtmäßige oder „unrechtmäßige“ Streikteilnahme, Kündigungen durch Arbeitgeber oder Arbeitnehmer mitsamt Kündigungsgründen, detailliert erfasst“, erläutert die LINKE Ratsfrau Martina Pestke.
Diese und weitere personenbezogenen Daten werden in einer gigantischen Datenbank entgegen dem geltenden Datenschutzrecht (ohne Einwilligung der Betroffenen) auf Vorrat gespeichert, mit dem angeblichen Ziel, die erforderlichen Nachweise für die Entscheidung über Ansprüche auf Arbeitslosengeld, Rente, Elterngeld, Wohngeld oder andere staatliche Leistungen zu zentralisieren.
„Hier ist Datenschutz plötzlich kein Thema mehr. Wie sicher ist die elektronische Signatur bei ELENA? Gerade erst haben Hacker den Code der elektronischen Personalausweise geknackt. Und mit einer kleinen Gesetzesänderung könnten alle „Datenschätze“ über den total erfassten Arbeitnehmer verfügbar gemacht werden. Es ist verblüffend, dass in den Medien bis zur Jahreswende so gut wie gar nicht über ELENA berichtet wurde, seitdem im März 2009 der Bundesrat die gesetzliche Grundlage dafür abgesegnet hat. Begehrlichkeiten gibt es bereits bei Finanzämtern, Krankenkassen, Polizei und privaten Stellen sowie Arbeitgebern bei Stellenwechsel. Damit wird der beabsichtigte Datenmissbrauch bereits jetzt angekündigt. Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte hat erhebliche Bedenken wegen der Unverhältnismäßigkeit der verfassungswidrigen Vorratsdatenspeicherung“, so Franz Kruse, Ratsherr DIE LINKE.
Ab 2012 soll ELENA dann in Betrieb gehen und dafür sorgen, dass alle Sozialleistungen „schnell und unkompliziert“ beantragt werden können, mit Datenaustausch zwischen den Behörden, so die offizielle Begründung. Man wolle mit dem neuen Datensystem – DIE LINKE nennt dies ein Datenmonster - Kosten und Aufwand senken und „Bürokratie abbauen“. Der Missbrauch ist geradezu vorprogrammiert.
Olaf Jung, der Vorsitzende der LINKEN Ratsfraktion, dazu: „Datenschutz und der selbstbestimmte Umgang mit seinen Daten ist ein hohes Gut das nicht angetastet werden darf, weil es die Würde des Menschen gewährleistet. Schon die angeblichen „Errungenschaften“ der letzten Jahre, wie Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Kennzeichenerfassung, Biometrischer Pass usw. weisen den Weg in Richtung Überwachungsstaat. Stasi Chef Erich Mielke hätte sich die heutigen Überwachungsmöglichkeiten in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.“
Die Ratsfraktion DIE LINKE. Gladbeck fordert daher in einem Antrag, dass die Gladbecker Verwaltung alle Daten, die über die notwendige Funktionsfähigkeit einer Verwaltungsvereinfachung hinausgehen, nicht weiter geben darf.
Die Sitzordnung des neuen Rates muss in gerechter Weise zu Beginn der heutigen Ratssitzung geklärt werden, weil diese Sitzordnung bereits ab der heutigen Ratssitzung Gültigkeit erlangen soll.
Der Vorschlag der Verwaltung zur Sitzordnung ist der LINKEN im Vorfeld übermittelt worden und von der Fraktion akzeptiert worden. In diesem Vorschlag sitzen die Vorsitzenden aller Fraktionen zentral und haben Blickkontakt zu der Sitzungsleitung vorne auf dem Podium.
In der interfraktionellen Besprechung wurde von der CDU eine andere Sitzordnung verlangt. Darin sitzen die Vorsitzenden der LINKEN (ganz außen, rechts vorne) und erst recht der Sozialen Liste (ganz außen rechts, ganz hinten) weit außerhalb der Mitte ohne Blickkontakt zur Sitzungsleitung.
Die Linke sieht sich und die Soziale Liste durch die Sitzordnung von vornherein ausgegrenzt und diskriminiert und hält die vorgesehene Sitzordnung für rechtswidrig.