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AWO-Langzeitstudie gibt der WASG recht

Der von der WASG geforderte Armutsbericht für Gladbeck, wurde von SPD, CDU, Grünen und FDP im Rat der Stadt abgelehnt. Nur die DKP sprach sich dafür aus. Dass sie damit richtig lag, beweist der nachstehende Bericht aus der Lokalausgabe der WAZ Gladbeck. Der im Bericht genannt SPD-Ratsherr Dyhringer hat übrigens auch gegen den geforderten Armutsbericht gestimmt....

Die WAZ schreibt am 30.12.06

Keine Kita - kaum Karrierechancen

Die Bildungschancen sind für Kinder aus wohlhabenden Haushalten größer, sagt die Studie.

Erste Langzeitstudie stellt einen Zusammenhang zwischen Kinderarmut und Bildungschancen her.

"Die Erhebung erlaubt auch Rückschlüsse auf Gladbeck", sagt Norbert Dyhringer.

Es ist ein Teufelskreis. Armut bestimmt die Schullaufbahn und das Fatale daran: Kinder kommen aus der Spirale nicht mehr heraus, im Laufe ihrer oft unrühmlichen Schulkarriere wird die Situation immer brisanter. Das besagt die erste Langzeitstudie, die die AWO 1999 in Auftrag gegeben hat. Nachdem jetzt die Ergebnisse vorliegen, ergänzt Norbert Dyhringer, SPD-Ratsherr und Schulausschuss-Vorsitzender: "Die Erhebung erlaubt auch Rückschlüsse auf Gladbeck."

Dabei sind die Erkenntnisse nicht unbedingt neu. Sie schockieren, weil erstmals offen benannt wird, was hinter vorgehaltener Hand schon lange vermutet wurde. "Armut ist der ursächliche Grund für schlechte Bildung. Von 100 Kindern, die während ihrer Kindergartenzeit als arm galten, schaffen nach der Grundschule gerade einmal vier den Sprung aufs Gymnasium - bei nicht-armen Kindern sind es 30", behauptet die Studie.

Das thematisiere man nicht gerne für die eigene Stadt, sagt Dyhringer. Auch in der AWO hätte man zunächst Bedenken gehabt, sich mit der Problematik auseinander zu setzen. "Da redet man sich schnell ein Image-Problem ein."

Dyhringer scheint entschlossen, sich den Problemen zu nähern. Spätestens der Schulausschuss im März soll Ergebnisse diskutieren, wie: "Dreieinhalb Mal so viele arme Kinder wie nicht-arme Kinder wiederholen bereits in der Grundschule eine Klasse. Kinder mit Migrationshintergrund sind davon weitaus häufiger betroffen als solche ohne. Kinder Alleinerziehender ereilt dieses Schicksal etwa doppelt so oft wie Kinder in Zwei-Eltern-Familien." Oder: "Ein frühzeitiger und kontinuierlicher Besuch einer KiTa, d.h. spätestens ab dem 3. Lebensjahr, wirkt sich positiv auf die Schulkarriere aus. Es ist auffällig, dass das KiTa-Eintrittsalter bei Haupt- und Sonderschülern sowie Klassenwiederholern deutlich über dem bei Realschülern und Gymnasiasten liegt: 29 Prozent der Kinder mit frühzeitigen KiTa-Besuch erreichen das Gymnasium, aber nur 21 Prozent mit einem KiTa-Besuch ab dem 4. Lebensjahr."

Offen benannt, wirkt die New Yorker Bronx nur noch geographisch weit entfernt vom Gladbecker Süden. Doch die Lösung scheint weiter weg als es dauern würde, den Atlantik zu durchschwimmen. "Allein kann das eine Kommune, können Wohlfahrtsverbände wie AWO oder Caritas die Probleme nicht stemmen", so Dyhringer. Und wettert gegen Einsparungen auf Landes- und Bundesebene, die den Rotstift generell über alles laufen lassen. "Jeder Euro, der im Bereich der Bildung gestrichen wird, rächt sich." Denn die Erfahrung spreche dafür, dass Eltern in vielen Bereichen schlicht überfordert seien. Trotz aller bereits etablierten Förderprogramme könne es auch im Jahr 2005 noch passieren, dass Kinder erstmalig bei der Schuleingangsuntersuchung - ohne Kindergarten- oder Kita-Besuch - bei den Behörden auftauchen. Das gelte es zu verhindern.

 

Die Gladbecker Linke gemeinsam gegen Lidl

Linkspartei und WASG unterstützen den Attac-Protest

Einem offiziellen Werbeprospekt des Lebensmitteldiscounters Lidl täuschend ähnlich ist der Handzettel, den Attac-Mitglieder und Linke aus der WASG, der Linkspartei und anderen Organisationen in diesen Tagen vor den Lidl-Filialen verteilen. Doch nicht der Werbung für die Dumingpreiskette dient die Aktion, sondern der Aufklärung über ihre Machenschaften. Und die sind nicht ohne, so die Vertreterin der Linken Gudrun Erfurt: "Lidl ist zweifellos billig, aber durch Methoden, die sittenwidrig sind. So kauft Lidl z.B. die Trinkmilch seit Jahren unter den Herstellungskosten für 26 Cent ein, obwohl die Erzeuger 30 bis 32 Cent braucht. Den Bauern wird damit die Lebensgrundlage entzogen."

Die Bananen gibt es nur zu 1,09 Euro pro Kilo, weil die Lidl-Einkäufer den Herstellern die Preise vorgeben und so den Plantagenarbeitern kaum Luft zum Atmen lassen. Die wunderschönen Lilien aus Kolumbien für 3,59 Euro werden aus Übersee importiert; dort gefährden massenhaft eingesetzte Pestizide Menschen und Umwelt. Proteste werden unterdrückt, denn dort existieren keine Gewerkschaften.

Gewerkschaftsfeindlich ist Lidl auch in Deutschland: die Kassiererinnen müssen auch in den Gladbecker Filialen durchschnittlich 40 Artikel pro Minute scannen, unbezahlte Überstunden sind Pflicht, die Löhne niedrig, die Gründung von Betriebsräten wird konsequent verhindert und Gewerkschaftsmitglieder werden umgehend entlassen.

Deshalb, so die Linken, "ist Lidl nicht zu billigen".

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Neues Internetportal für Arme in Gladbeck

WASG stellt Info- und Hilfeportal ins Internet

Ein Wochenende hat WASG-Pressesprecher Ralf Michalowsky geopfert und am Sonntagabend war es dann fertig: das Internetportal www.armes-gladbeck.de. Das Projekt der Gladbecker WASG will bedürftigen Menschen in Gladbeck Informationen und Hilfe anbieten.

Und da gibt es schon jetzt einiges zu holen: Ralf Michalowsky hat mit Nevzat Sirin, Inhaber des Dönerimbisses, Hochstrasse 28  vereinbart, dass bei ihm alle Gladbeck-Card-Inhaber auf alles was sie dort kaufen einen Rabatt von 10 % bekommen. Die Gladbeck-Card muß vor der Bestellung vorgelegt werden. Die Internetseite informiert über die Gladbecker Tafel e.V. und man findet gleich Infos über das Spendenkonto. Auch ein Hinweis auf einen kostenlosen Kurs bei der VHS für alle Gladbeck-Card-Inhaber fehlt nicht.

Wer über einige Internetlinks (Amazon + Druckerzubehör) etwas bestellt sorgt dafür, dass ein Teil des Kaufpreises in die Kasse der Tafel wandert - ohne Mehrkosten. Wer etwas zu verschenken hat, kann das auf www.armes-gladbeck.de gleich anbieten.

Ein Newsletter, den man dort bestellen kann, informiert künftig über neue Vergünstigungen. Denn das Portal soll ständig ausgebaut werden. Deshalb freut sich Ralf Michalowsky über jede Anregung und Information. "Ganz toll wäre es, wenn sich Händler finden würden, die Grundnahrungsmittel oder Waren des täglichen Bedarfs für Bedürftige preiswerter abgeben", wünscht sich Ralf Michalowsky.

Natürlich gibt es auch Hinweise zu politischen Themen - unter anderem zum von der WASG geforderten Armutsbericht für Gladbeck.

Weitere Infos auf: www.armes-gladbeck.de

 

WASG und Linkspartei luden zum Bürgerforum ein

  • WASG und Linkspartei luden zum Bürgerforum ein
  • 30 Bürger interessierte das Thema Armut in Gladbeck

Aus der zunehmenden Armut in unserer Stadt sollte man kein Geheimnis machen, meinen Gladbecks Linke und luden am vergangenen Dienstag zum einem Bürgerforum ins Fritz-Lange-Haus ein. Etwa 30 Interessenten kamen um sich über die Gladbecker Tafel, Ein-Euro-Jobs und die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn zu informieren.

Den Auftakt machte Alfred Müller, Vorsitzender der Gladbecker Tafel, der über die Arbeit der Tafel berichtete. Etwa 25 Vereinsmitglieder betreuen derzeit 156 Kunden - einschließlich der Familienangehörigen werden inzwischen rund 700 Personen mit preiswerten Lebensmitteln versorgt. Müller sieht einen viel höheren Bedarf, der zudem ständig steigt und sprach schon von der Überlegung in Brauck eine zweite Ausgabestelle einzurichten. Auch für die bislang einzige Ausgabestelle Bülser Str. 145 würden noch Helfer gebraucht. Infos über die Tafel gibt es auch unter www.gladbecker-tafel.de.

In der anschließenden Diskussion wurde zwar nicht an der Tafel Kritik geäußert, aber an dem Umstand, dass es so etwas in unserer Gesellschaft überhaupt geben muß. Bei inzwischen 500 Tafeln in ganz Deutschland und der Einrichtung von europäischen Foodbörsen, könne man schon davon sprechen, dass die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung sich darauf einrichtet, dass Armut zum Dauerzustand wird. Um mehr über den Zustand des "unteren Teils" der Gesellschaft zu erfahren hat die WASG einen Bürgerantrag gestellt. Er fordert, dass die Stadt Gladbeck in regelmäßigen Abständen einen Armutsbericht erstellt der Auskunft über die Struktur der Betroffenen und die Bedingungen unter denen sie leben, gibt. Nur wenn der Zustand genau beschrieben ist, können Hilfsmaßnahmen entwickelt werden, so die These.

WASG-Sprecher Rüdiger Jurkosek referierte anschließend über 1-Euro-Jobs und die damit verbundenen Verdrängungstendenzen. Einige Anwesende konnten aus eigenen Erfahrungen Informationen besteuern, so wurde in einem Fall einer gehbehinderten älteren Frau aus Gladbeck ein 1-Euro-Job als Aufsicht in einer Mülheimer Spielhalle angeboten. Ins Visier der Diskussion geriet dann die Fa. Interpartner, ein privates Unternehmen, dass im Auftrag der ARGE tätig ist. Dort soll starker Druck auf ältere ALG II - Empfänger ausgeübt werden, damit sie einer Frühverrentung zustimmen und so aus der Arbeitsmarktstatistik verschwinden.

Martina Pestke, ebenfalls WASG-Sprecherin, hatte sich als ver.di-Personalratsmitglied des Mindestlohns angenommen. In Deutschland gibt es mehr als 300 Tarifverträge in denen ein Bruttolohn von unter 6 Euro festgeschrieben sei. Etwa 2,5 Mio. Menschen arbeiten für weniger als 1.200 Euro brutto. Eine Statistik wurde vorgestellt, aus der hervorging, dass die europäischen Industriestaaten bereits einen gesetzlich verankerten Mindeslohn haben. Die Linkspartei werde im Deutschen Bundestag in den nächsten Wochen einen Gesetzesentwurf dazu vorlegen. Unterstützt wird diese Initiative von mehreren großen Gewerkschaften.

Die überaus konstruktive Diskussion wurde an diesem Abend von Ralf Michalowsky geleitet.

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Höhere Mehrwertsteuer ist Gift für den Gladbecker Handel

Gladbecker WASG sieht Stellenabbau im Einzelhandel kommen

Der Beschluß der CDU/SPD-Koalition die Mehrwertsteuer auf 19 % zu erhöhen ist eine Katastrophe für Gladbecks Einzelhandel. Die meisten Ökonomen haben davon abgeraten diese Steuer zu erhöhen. Selbst der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage hat dies abgelehnt, wenn nicht ein Ausgleich bei den Konsumenten stattfindet, d.h. sie sollen ein adäquates höheres Einkommen erhalten. Die Einkommen gehen aber weiter zurück; Nullrunden für Rentner bei gleichzeitig steigenden Sozialabgaben und z.B. Energiekosten, bedeuten ein Minus in der Haushaltskasse. Die Gladbecker Wahlalternative für Arbeit und soziale Gerechtigkeit - WASG  steht nicht nur an der Seite der betroffenen Menschen, die nun höhere Preise zahlen müssen, sondern auch an der Seite der Kaufmannschaft, die mit einer weiter sinkenden Binnennachfrage rechnen muß.

Was nun passiert ist vorhersehbar. Höhere Preise bedeuten weniger Nachfrage und weniger Nachfrage bedeutet weniger Produktion. Weiterer Arbeitsplatzabbau ist die Folge. Unser Wirtschaft krankt an der mangelhaften Binnennachfrage, das ist kein Geheimnis und dieser Trend wird nun durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 % angeheizt.

Das dürfte auch dem Gladbecker Einzelhandel keine Freude bereiten, denn die höhere Steuer ist Gift für den Handel; die Konjunktur geht zurück. Die Schwächung der Kaufkraft wird auch zu einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen im Einzelhandel führen. Fast 20 Leerstände sind in der Innenstadt zu verzeichnen, es werden bald mehr sein!

Ein extrem schlechter Start für diese Regierung - aber so von ihr gewollt!

 


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