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Gute Schulen - teure Schulen

18. November 2016
Rüdiger Jurkosek Schulpolitik

Auf der letzten Sitzung des Schulausschusses wurde das durch die Landesregierung neu aufgelegte Programm „gute Schulen 2020“ Im Ausschuss vorgestellt. Nach diesem Programm würden der Stadt Gladbeck 10 Millionen Euro bis 2020 zusätzlich zur Verfügung stehen. Das wären 2,5 Millionen Euro jährlich für die Instandhaltung an den Gladbecker Schulen, diese üppige Summe wird durch die NRW BANK über das Land NRW gefördert. Die Zinsen sowie die Tilgung dieses Kredites übernimmt das Land NRW. Hier sei erwähnt, dass wir nicht nur Bürger der Stadt Gladbeck sind, sondern auch Bürger des Landes NRW. Also zahlen die Bürger mit ihren Steuern so oder so für diese Geschenke des Landes, die es leider immer nur vor Wahlen gibt.

Die Landesregierung möchte sich beliebt machen, um sich ihre Macht nach der Wahl zu sichern. Seltsamerweise konnte im Schulausschuss noch nicht viel zu diesem Förderprogramm gesagt werden. In der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 30.01.17 wird die Verwaltung hierzu mehr berichten können, hieß es in der Ausschusssitzung. Die Parteien in Gladbeck und im restlichen Land werden sich dann voll im Wahlkampf befinden, so dass diese Unterstützung Herrn Hübner in seinem Wahlkreis sehr gelegen kommt.

In dieser Ausschusssitzung wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen so wie die FDP eine „moderate Erhöhung“ der Elterngeldbeiträge an Gladbecker Schulen beschlossen. Dies betrifft den Bereich der Offenen Ganztagsschule (OGS) und auch die Musikschule Gladbeck. Die Verwaltung muss mit den Mehreinnahmen von etwa 27.000 Euro Löcher im Haushalt der Stadt stopfen. Zum Vergleich, 2001 hat eine Einzelstunde Musikunterricht noch 46,02 Euro gekostet, 2017 kostet diese bereits 72,00 Euro. Bleibt für die Mehrheitsfraktionen nur zu hoffen, dass die Eltern dies bis zu den Wahlen im nächsten Jahr vergessen haben.

David Sperl

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