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In Gladbeck darf kein Straßenrecht herrschen!

Organklage der LINKEN gegen Bürgermeister Ulrich Roland

Der LINKE Ratsherr Franz Kruse hat wegen des Redeverbotes, das Bürgermeister Roland in der Ratssitzung vom 05.10.2017 gegen ihn verhängt hat, beim Verwaltungsgericht eine Organklage angestrengt. Die LINKE sieht in dem Verbot des demokratischen, parlamentarischen Rederechtes einen weiteren Versuch des Bürgermeisters zur Einschränkung kritischer Debatten. Kritische Debatten sind jedoch in unserem demokratischen, parlamentarischen System eindeutig zulässig und sogar gefordert.


Dieser Vorfall ist kein entschuldbarer Fauxpas des Bürgermeisters, dieser Stil hat Methode. Mit seinen ständigen Kommentaren bei Redebeiträgen von Ratsmitgliedern der Opposition verstößt er als Ratsvorsitzender immer häufiger gegen seine Neutralitätspflicht und wertet somit diese Redebeiträge ab. Es kam durch Bürgermeister Roland in der Vergangenheit auch schon zu beleidigenden oder abwertenden Äußerungen gegen Ratsmitglieder und sogar gegen Zuschauer.


In den letzten beiden Jahren wurden mehrere Kritiker vom Bürgermeister bei Gericht angezeigt und so in ihrem Ruf geschädigt. Allen Beklagten wurde dann vom Gericht bescheinigt, dass ihre Äußerungen keineswegs strafbar waren, doch das blieb weitgehend unbemerkt.


Das Redeverbot unseres Ratsmitgliedes im Stadtrat hat aber eine neue Qualität. DIE LINKE sieht darin eine nicht mehr hinnehmbaren Einschränkung eines demokratischen Grundrechtes. So etwas kennt man sonst nur aus undemokratischen Staaten, in Gladbeck darf es hierfür keinen Raum geben. Zu diesem Zweck hat der LINKE Ratsherr Franz Kruse die Organklage angestrengt.

Olaf Jung

Fraktionsvorsitzender Ratsfraktion DIE LINKE.Gladbeck

Verfassungsgericht kippt die 2,5 %-Sperrklausel

ANGST VOR OPOSITION - KLÄGLICHE ARGUMENTE

Ralf Michalowsky

Völlig gescheitert ist der Versuch von SPD, CDU und Grünen, für die Kommunalwahlen in NRW eine 2,5 %-Sperrklausel einzuführen. Das Münsteraner Verfassungsgericht gab heute einer Klage der LINKEN statt, die gemeinsam mit acht weiteren Klägern gegen das in 2016 im Landtag beschlossene Gesetz geklagt hatte.

Auch der Gladbecker Bürgermeister Roland hatte 2016 in einem "bemerkenswert unsachlichen Beitrag" in einer Landtagsanhörung, für die Einführung der Sperrklausel plädiert. Das Video seines Redebeitrags kann sich jeder bei YouTube ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=Q8wURxhkyLE

Ralf Michalowsky, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Kreistag von Recklinghausen zum Gerichtsurteil: "Das Gesetz war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Erst ein zweiter Gutachter lieferte SPD, CDU und Grünen die gewünschten (bestellten?) Argumente. Diese waren jedoch schon auf den ersten Blick nicht stichhaltig. Die Behauptung, dass sich durch viele Kleinparteien die Sitzungen verlängerten, war an den Haaren herbei gezogen. Es gab zwar einige Städte mit langen Sitzungen aufgrund schlechten Sitzungsmanagements, doch ein strukturelles Problem war es nie.

Olaf Jung, unser Gladbecker Fraktionsvorsitzender hatte sich die Mühe gemacht und akribisch die Sitzungslängen der letzten Jahre errechnet und miteinander verglichen. Es stellte sich heraus, dass in dieser Wahlperiode die Sitzungen kürzer waren, als in der Wahlperiode vorher mit weniger Parteien. Das Gerichte folgte denn auch den Argumenten der Kläger und kippte das Gesetz heute wieder. Das ist gut für die Demokratie, denn mit der 2,5 %-Hürde wären 15 bis 20 % der abgegebenen Stimmen "unter den Tisch gefallen"."

Rüdiger Jurkosek

Maulkorb für kritischen Beitrag zum Haushalt

GLADBECK IST PLEITE

... und das schon 2015, pfui - so was sagt man doch nicht.

 

In der Sitzung des Stadtrates vom 05.10.2017 wurde Ratsherrn Kruse vom Vorsitzenden des Stadtrates, Herrn Bürgermeister Ulrich Roland verboten, zum Jahresabschluss des Städtischen Haushaltes kritisch erläuternd zu reden.

 

DIE LINKE. Gladbeck und die Gladbecker Ratsfraktion DIE LINKE betrachten das als ein undemokratisches und unzulässiges Redeverbot durch den Ratsvorsitzenden und sind nicht bereit, diesen Vorfall auf sich beruhen zu lassen. Die Demokratie, auch in der Gemeinde und im Stadtrat, lebt durch die öffentliche Diskussion und die freie Meinungsäußerung. Hier gilt es bei Fehlentwicklungen rechtzeitig gegenzusteuern.

Was ist passiert in dieser Sitzung?

In der Sitzung des Rates hat Herr Bürgermeister Roland dem Ratsherrn Kruse bei
dessen Rede zum Tagesordnungspunkt „Prüfung des Gesamtabschlusses 2015“
das Wort entzogen. Vorausgegangen war eine mehrfache Unterbrechung des
Redebeitrages von Ratsherrn Kruse durch Bürgermeister Roland. Es entwickelte
sich ein Disput zwischen Bürgermeister und Ratsherrn über den sachlichen Bezug
der Rede des Ratsherrn zum Tagesordnungspunkt bevor der Bürgermeister in
seiner Funktion als Ratsvorsitzender Ratsherrn Kruse das Wort entzog und ihn
auf seinen Sitzplatz verwies, weil der Ratsherr seine Rede unbeirrt fortsetzen
wollte.
In der Niederschrift wurde als Grund aufgeführt, Ratsherrn Kruse wäre das Wort
entzogen worden weil er nicht zur Sache geredet habe.
Aus unserer Sicht richtig ist, dass Ratsherr Kruse sehr wohl zum Thema redete.
Er redete zum Gesamtabschluss des Städtischen Haushaltes 2015 und dessen
Bedeutung, zum Beschlussentwurf dazu und zu dem nichtöffentlichen, jedoch
nicht geheimhaltungsbedürftigen mündlichen Bericht des Vertreters des externen
Wirtschaftsprüfungsunternehmens über die Prüfung des Gesamtabschlusses 2015
öffentlich und in für jeden verständlicher Form.

Da konnte man es lesen, Glabeck war schon im Jahr 2015 pleite, die Rücklagen decken die Verbindlichkeit nicht!

Nur, über solch unangenehme Dinge zu debattieren wollte der Bürgermeister den Ratsmitgliedern wohl nicht zumuten. 

Dann hätte man ja darüber nachdenken können ob es Gladbecker Ratsmitgliedern zuzumuten ist, die Beschlüsse ihre eigenen Parteien in Bund und Land zu kritisieren, die die Überschuldung der Städte verursachen.

Oder man hätte fragen können, wie Gladbecker Delegierte auf Landes- oder Bundesparteitagen zum Thema das Wort ergriffen, oder abgestimmt haben. 

Gibt es  da nicht auch ortsansässige Mitglieder in Bundes- und Landtag, möglicherweise haben die ja gar kein Rederecht?

Viele Fragen, in Zeiten in denen die Pleite hinter Kassenkrediten versteckt wird, die nicht nur Gladbeck, jederzeit um die Ohren fliegen können, derweil wir dank Stärkungspakt auf die nächsten Gebührenerhöhungen, oder Leistungskürzungen warten können. 

 

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DIE LINKE senkt in Gladbeck die Meldegrenze für Parteispenden

07. Juni 2017
Ralf Michalowsky Bürgermeister, Demokratie, Gladbeck, Kommunalpolitik, Kommunalwahl, Landtagswahl

Wer hohe Geldbeträge an eine Partei spendet, steht im Rechenschaftsbericht der jeweiligen Parteigliederung. Ab 10.000 Euro müssen die Bundes- und Landesparteien die Einzelspenden und ihre Spender aufführen. Summen über 50.000 Euro müssen dem Bundestagspräsidenten gemeldet werden. Es ist aber kein Geheimnis, dass Großspender auch in der örtlichen Politik mitmischen, ohne dass es bekannt wird.

Nach geltender Rechtslage sind Spenden an eine Partei, deren Gesamtwert in einem Kalenderjahr 10.000 Euro übersteigt, unter Angabe des Namens und der Anschrift des Spenders sowie der Gesamthöhe im Rechenschaftsbericht der Partei zu verzeichnen. Unzulässig sind Spenden, die der Partei erkennbar in Erwartung oder als Gegenleistung eines bestimmten wirtschaftlichen oder politischen Vorteils gewährt werden.

Die Veröffentlichungsgrenze läßt sich jedoch leicht umgehen, wenn mehrere natürliche Personen unterhalb der 10.000er-Grenze spenden. Zum Beispiel können verschiedene Familienmitglieder oder mehrere Geschäftsführer bis zu jeweils 9999,- Euro spenden und bleiben dabei anonym.

DIE LINKE hält eine Grenze von nur 1.000 Euro für sinnvoll und veröffentlicht freiwillig alle Spenden über 1000,- Euro auf ihrer Webseite ( http://www.dielinke-gladbeck.de/…/parteispenden_in_gladbeck/ ). Die anderen Gladbecker Parteien sind ebenso aufgefordert, freiwillig alle Spenden ab 1.000 Euro zu veröffentlichen.

Gladbeck ist ein trauriger Platz zum Wohnen

22. Mai 2017
Rüdiger Jurkosek Gladbeck, Sozialer Wohnungsbau

Trauriger Platz für Gladbeck im Sozialwohnungsranking. Im Landesschnitt werden 37 neue Wohnungen auf 10.000 Einwohner gebaut. In Gladbeck kommen wir gerade mal auf 16 neue Wohnungen. Es ist schwer mittlerweile noch eine bezahlbare Wohnung zu finden. 

David Sperl, Bundestagskandidat der LINKEN dazu: "Sucht eine 4-köpfige Familie eine 80qm große Wohnung, ist man schnell bei einer Kaltmiete von 600 bis 700 Euro und dann kommen die Nebenkosten noch einmal oben drauf."

Wie DIE LINKE bereits im Wahlkampf forderte, müssen jährlich 100.000 Sozialwohnungen in NRW gebaut werden. Die kommende Landesregierung ist nun in der Verantwortung.

Sperl: "Ich hoffe, dass sie es nicht so verschläft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen wie SPD und Bündnis 90/die Grünen?"

Leider fehlte es an genügend Stimmen für DIE LINKE. NRW um hierzu im Landtag Druck von Links machen zu können. Aber auch außerhalb des Parlamentes wird DIE LINKE für bezahlbaren Wohnraum kämpfen.

DIE LINKE. Gladbeck beteiligt sich an der Gladbecker Kneipennacht

19. April 2017
Rüdiger Jurkosek Gladbeck

Am Freitag, den 5. Mai geht es in 10 Locations von 20.00 bis 01.00 Uhr rund.
Im Mittendrin, dem Fraktions- und Parteilokal der LINKEN unterhält euch TENEJA - Voice meets Guitar!
Mit ihrer Gitarre bringt sie eure Emotionen zum Klingen. Die gebürtige Slowenin hat schon als Kind Gitarre gespielt und ihre Kunstfertigkeit an der Bergischen Musikschule perfektioniert. Sie erleben Blues, Soul, Rock, Folke und Reagge.
 
Adresse: DIE LINKE - Mittendrin, Lambertistr. 7, Gladbeck-Mitte
 
Eintrittsbändchen für alle 10 Lokations gibt es für 10 Euro im Vorverkauf und für 13 Euro an der Abendkasse. Am Infostand der LINKEN, jeden Samstag auf der Hochstrasse oder zu den Sprechzeiten in unserem Parteilokal, können Sie die Eintrittsbändchen kaufen.
 
Weitere Veranstaltungsorte: Alte Post, Afrika Lounge, Goethecafe, Cafe Stilbruch, MundArt, Magazin, Bistro Grüne Oase, Pott Klause und Entdeckerweine Volmer.
Warm-up von 18 bis 20 Uhr: Tims Coffebox am Willy-Brandt-Platz.

Schöne Bescherung: Stadt spart nicht und macht stattdessen Schulden

17. Dezember 2016
Rüdiger Jurkosek Gladbeck, Haushaltspolitik

Als Witz bezeichnet Ralf Michalowsky, Landtagskandidat der Gladbecker LINKEN, die angeblichen "Erfolge" des sogenannten Stärkungspaktes. "Seit Jahren sind hunderte von städtischen Mitarbeitern damit beschäftigt Sparpotentiale auszuloten, mit zweifelhaftem Erfolg", so Michalowsky, "da flatterte vor Jahren über Nacht ein "Gutachten" einer übergeordneten Behörde rein, in dem der Stadt bescheinigt wurde, dass die städtischen Gebäudesubstanzen besonders gut seien. Flugs wurden die Abschreibungszeiträume verlängert, mit dem Ergebnis, dass die jährlichen Abschreibungen niedriger ausfielen. Wieder einige Millionen gespart - auf dem Papier!" 

Die LINKE hat jetzt den Bürgermeister gefragt, wie sich das Volumen des Haushaltes, die kurzfristigen Kassenkredite (eine Art Überziehungskredit) und die mittel- und langfristigen Kredite entwickelt haben. 

Das Haushaltsvolumen stieg von 188 Mio. Euro in 2008 auf 237 Mio in 2015. Eine Steigerung um 49 Mio. Euro oder 26 % innerhalb von acht Jahren. Damit nicht genug, die mittel- und langfristigen Kredite stiegen im gleichen Zeitraum von 90 auf 111 Mio. Euro, also um 21 Mio. Euro oder 23,3 %. 

Dem Fass den Boden schlagen aber die Kassenkredite aus: sie stiegen von 2006 bis 2015 von 69 Mio. Euro auf sage und schreibe 212 Mio. Euro. Ralf Michalowsky: "Bei den kurzfristigen Kassenkrediten gibt es eine Steigerung um 143 Mio. Euro oder 207 %. Wer diese Schulden jemals zurückzahlen soll, weiß sicher nur der Bürgermeister allein." 

"SPD, CDU, Grüne und FDP sollten endlich einsehen, dass es sich beim Stärkungspakt um eine riesige Volksverdummung handelt. Die Schulden der Stadt Gladbeck sind mit insgesamt 323 Mio. Euro erheblich größer als der städtische Haushalt mit 237 Mio. Euro. Mit dem Stärkungspakt wird ein totes Pferd geritten, das besser "Schuldenpakt" heißen sollte. Solange die vorgenannten Parteien sich weigern, die derzeitige Vermögensverteilung in Deutschland zu korrigieren und dabei zusehen, wie Städte und Gemeinden, Kreise und Verbände, und nicht zuletzt immer mehr Menschen verarmen, solange reiten sie mit dem toten Gaul weiter auf den Abgrund zu", sagt Ralf Michalowsky voraus. 
 
Ralf Michalowsky
Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Kreistag von Recklinghausen
Landtagskandidat DIE LINKE. Gladbeck


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