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Windkraftanlage auf der Mottbruchhalde


 

Rüdiger Jurkosek

Entwicklung der Haldenlandschaft in Brauck

IGA- Bürgerpark statt Windrad

Die Linke Gladbeck will für die Braucker Mottbruchhhalde eine Entwicklung ermöglichen, die nach der jahrzehntelangen Aufschüttung - mit Belastungen der Anwohner durch Staub, Lärm und LKWverkehr - endlich eine Nutzung für alle Gladbecker Bürger ermöglicht. Wir wollen, dass auf der Halde und der umgebenden Haldenlandschaft ein im Ruhrgebiet einmaliges Parkgelände entsteht, so wie es in einem langen Planungsprozess mit vielen Partnern einmütig entwickelt wurde. Wir wollen verhindern, dass wegen des Baus eines einzigen Windrades, das für die zweifellos notwendige Energiewende unbedeutend ist, alle diese Pläne scheitern. Nach unserem gesicherten Kenntnisstand gibt es nur ein „Entweder-/Oder“ in Gladbecks Süden im Bereich rund um die Mottbruchhalde: 

Entweder es wird ein Windrad gebaut, oder es kommt zur Verwirklichung der vorhandenen Planungen zur Haldenwelt im Rahmen der Internationalen Gartenschau 2027. Die IGA 2027 würde durch den Bau der Windenergieanlage auf der Mottbruchhalde unmöglich gemacht. Anders lautende Behauptungen sind nicht glaubwürdig.

Die IGA 2027 umfasst ein Gebiet in Gladbeck, das über 120 Hektar groß ist. Auf so eine große Fläche würden etwa 170 Norm-Fußballfelder passen oder 600 Tennisplätze. Eingeschlossen in die IGA- Planungen sind die Halden „Moltke2“ im Eck Welheimer-/Brüssler Str., die „Mottbruchhalde“, die dahinter liegende Doppelhalde „Kippe22“ und die „Halde19“ südöstlich der Brauckstraße. Das Gebiet der IGA 2027 erstreckt sich regional aus der Nähe von Wittringen bis nahe der Stadtgrenze zu Essen und schafft eine Grünverbindung zur Tetraederhalde in Bottrop und darüber hinaus.

Die Bedeutung des Projektes für die Region kann verglichen werden mit der „Internationalen Bauausstellung Emscher Park“ (IBA Emscher Park, 1989-1999) oder mit der Europäischen Kulturhauptstadt 2010. Beide Ereignisse prägen die Region bis heute, sie stehen für einen erfolgreichen Strukturwandel des Reviers und werden weiterhin eine hohe Bedeutung für die Lebensqualität aller Menschen der Region haben. Die Umgestaltung der Gladbecker Halden, die mittlerweile auch in einem städtischen Bebauungsplan festgelegt ist, ist in diesem Sinne eine einmalige Chance für unsere Stadt, die wir in Gladbeck wohl nie wieder erhalten werden. Wir wollen uns diese Chance nicht durch das Windrad zunichte machen lassen. 

Alle bisherigen Planungen für die IGA2027 auf der Mottbruchhhalde wurden unter der ausdrücklichen Maßgabe gemacht, dass dort keine Windenergie erzeugt wird. Unter dieser Maßgabe hat der Regionalverband Ruhr (RVR) in Partnerschaft mit der Emschergenossenschaft und in Verbindung mit vielen Partnern in der Region intensiv geplant. Es gibt einen Vertrag mit der Bundesgartenschau-Gesellschaft und die Finanzierung ist durch die Landesregierung abgesichert. Das Projekt IGA2027 ist handfest, auch in Gladbeck. Teil des Haldenparks ist – allerdings unter rein Gladbecker Regie – auch der „Sportpark Brauck“. An der Sportanlage  Welheimer Straße ist schon richtig Baustelle! Die LINKE. Gladbeck hat auch den Sportpark bis heute mitgetragen und macht das auch weiterhin.

Bei der LINKEN. Gladeck gibt es ganz gewiss niemanden, der die Notwendigkeit der Energiewende in Frage stellt. Der Einsatz von Atomkraft zur Erzeugung von elektrischer Energie ist verantwortungslos und die weitere Nutzung fossiler Brennstoffe zerstört das Klima auf unserem gesamten Planeten. Das ist allen klar. Die Nutzung von Windenergie ist somit beim derzeitigen technischen Stand „alternativlos“. Dies ist auch die Meinung der LINKEN. Deshalb darf aber nicht der Bau eines jeden Windrades an jeder beliebigen Stelle gutgeheißen werden - so wie auch nicht der Bau jeder Autobahn durch jede Stadt hingenommen werden muss, obwohl wir doch Straßen eigentlich brauchen. Eine Energiewende ohne Sinn und Verstand muss zwangsläufig scheitern. Wir lassen uns nicht durch den Bau eines einzelnen Windrades die Entwicklungschancen eines ganzen Stadtteils nebst angrenzenden Bezirken zunichte machen. Wenn auf der Mottbruchhalde kein Windrad gebaut wird, führt das nicht zum Scheitern der gesamten Energiewende, im Gegenteil. Eine demokratische Ausgestaltung der Energiewende macht sie erst möglich. Die diktatorische Verordnung von Windrädern an den unmöglichsten, unzumutbarsten Orten lehnt DIE LINKE. Gladbeck ab.

Es muss die Frage erlaubt sein, ob denn der Bau einer 200m hohen Anlage auf einer zusätzlich fast 100m hohen Halde, die den Bürgern anstatt eines Energieerzeugers zur Verfügung stehen sollte, sinnvoll ist. Muss nicht ein anderer Standort gefunden werden? Das sind auch die Fragen, die die LINKE. Gladbeck stellt und wir halten unsere Bedenken für sehr begründet.

Fazit: Unsere Antwort auf die Frage, ob wir uns alle Chancen auf den IGA-Haldenpark entgehen lassen sollen weil ein Unternehmen eine einzelne Windenergieanlage auf die höchste Stelle der Mottbruchhalde setzen will lautet: NEIN! Wir plädieren dafür, einen anderen, besser verträglichen Standort zu suchen.


 


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