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Die Vorsitzende des ADFC Gladbeck fragte uns:

Sehr geehrter Herr Jung, lieber Olaf,  

vor den anstehenden Kommunalwahlen in diesem Jahr möchten wir Ihnen Gelegenheit geben, unseren Mitgliedern und anderen Radfahrenden Ihre Ideen einer Radverkehrsförderung für die kommende Wahlperiode aufzuzeigen. 

Auch Bundesverkehrsminister Scheuer fordert angesichts der Notwendigkeit einer Verkehrswende und der vielfachen Ausrufung des Klimanotstandes, wie auch in Gladbeck, dass Deutschland Fahrradland werden müsse. Da sind besonders die Kommunen gefordert.

Ihre Stellungnahme sollte nicht nur allgemeiner Art sein, z.B. das Radfahren wichtig für die Lösung aktueller städtischer Verkehrsprobleme ist und mehr gefördert werden sollte. Vielmehr bitten wir Sie, ganz konkret mindestens ein radverkehrspolitisches Projekt in unserer Stadt zu beschreiben, das aus Ihrer Sicht für Gladbeck von besonderer Bedeutung ist. Es sollte darauf abzielen, mehr Platz fürs Radfahren zu schaffen und den Radfahrenden Gleichberechtigung im Straßenverkehr einzuräumen, um so Radfahren sicherer, attraktiver und komfortabler zu machen. Gleichzeitig bitten wie Sie zu erläutern, welchen Weg Sie einzuschlagen gedenken, um Ihre Projekte zu realisieren. Sie sollten bereit sein, dieses Projekt in die parlamentarische Beratung einzubringen und dort dafür zu werben. 

Machen Sie mit und zeigen Sie so, dass Ihnen die Radfahrenden am Herzen liegen und Sie den Beitrag des Radverkehrs zur Verkehrswende als Teil der Antwort auf den von Ihnen ausgerufenen Klimanotstandes in Gladbeck ernst nehmen!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Vera Bücker

DIE LINKE möchte das Radfahren für alle Bevölkerungsgruppen deutlich attraktiver gestalten. Dafür muss deutlich mehr Platz im Straßenraum für Radfahrer zur Verfügung gestellt werden. Hierzu sind Radwege wünschenswert, die sich am RVR-Radhauptverbindungs-Standard orientieren. Das Fahrradstraßennetz soll weiter ausgebaut werden. Perspektivisch ist dazu der Umbau von Stellflächen und Parkstreifen für KFZ zu Anlagen für den fließenden Radverkehr erforderlich. Insbesondere muss die Sicherheit der Radfahrer an die sich ändernden Gegebenheiten angepasst werden. Hierzu ist zu berücksichtigen, dass immer mehr ältere Radfahrer und immer mehr E-Bikes auf den Radwegen unterwegs sind. Der Straßenraum muss daher so gestaltet werden, dass die gesetzlich geforderten Sicherheitsabstände zum motorisierten Verkehr eingehalten werden, sollte dies nicht möglich sein muss ein Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen ausgeschildert werden. Das Fahrrad ist das nachhaltigste Verkehrsmittel und muss dementsprechende Bedeutung erlangen.

DIE LINKE wird die Umsetzung aller Maßnahmen zur Radverkehrsförderung unterstützend begleiten. Zudem werden wir den Dialog mit der Öffentlichkeit suchen und die Zusammenarbeit mit den im Radverkehr aktiven Vereinen und Verbänden fortführen.

Unsere Projektideen für die Verbesserung des Radverkehrs in der nächsten Legislaturperiode:

  • Fahrradstraße Welheimer Straße, Ellinghorster Straße und Kösheide. Dieser verkehrsarme Bereich der den Stadtpark Wittringen und die Haldenlandschaft Brauck miteinander verbindet bietet sich für die Ausweisung als Fahrradstraße geradezu an. Die Ringallee soll für Radfahrer und Fußgänger bevorrechtigt werden. Geplante Veränderungen im Zuge des geplanten Baus der Autobahn 52 müssen zurückstehen.
  • Das Rad schnell verfügbar machen! In Mehrfamilienhäusern gehören die Fahrräder nicht in den Keller, sondern in gesicherte Abstellanlagen oder Fahrradgaragen. Ein PKW-Stellplatz bietet Platz für 8 Fahrräder. Hier wollen wir prüfen, ob in den Stadtteilen die an Innovation City teilnehmen eine Förderung dieser Anlagen möglich ist.
  • Ausweisung von Fahrradzonen in Gladbeck. Der Stadtteil Rentfort-Nord der schon jetzt mit Ausnahme der Kirchhellener Straße als Tempo 30 Zone ausgewiesen ist soll Fahrradzone werden. Auch der Innerstädtische Bereich zwischen Schützenstraße und Wilhelmstraße, also die Friedrichstraße, Friedrich-Ebertstraße und Bottroper Straße soll als Fahrradzone ausgewiesen werden.
  • An der Wilhelmstraße und der Sandstraße sollen die Fahrspuren zugunsten von Fahrradstreifen verringert werden.
  • Der RSMR darf nicht im Behörden-Wirrwarr verenden. DIE LINKE wird wie bisher mit Anfragen und Anträgen diesen Radschnellweg, den der Landesverkehrsminister den Gladbeckern versprochen hat, präsent halten.
  • Die Verkehrssicherheit für Radfahrer muss, insbesondere an Kreuzungen, erhöht werden. Hierzu wollen wir getrennte Lichtzeichenanlagen für Radfahrer weiter ausbauen, die Verkehrsführung muss auch für Radfahrer gut erkennbar sein und die Haltelinien für KFZ müssen zurückgesetzt werden. Der ZBG hat seine LKW schon mit Abbiegeassistenten ausgestattet um Unfälle mit Fahrrädern oder Fußgängern im toten Winkel zu verhindern. Hier können wir nur an die Spediteure appellieren diese Schutzfunktion schnellst möglich nachzurüsten. 
  • An der Schultenstraße zwischen Sandstraße und Gonheide müssen die Fahrradsteifen deutlich verbessert werden.

Den regelmäßigen Austausch zwischen Verwaltung, Politik und den anderen Akteuren wollen wir fortsetzen. Eine frühzeitige Einbeziehung der Beteiligten in die Planung von Radverkehrsanlagen wäre wünschenswert und wird von der LINKEN unterstützt.


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